Das neue Vermarktungsjahr für deutsche Landwirte begann mit einem Preisrückgang bei Ackererbsen, Bohnen und Soja. Nach offiziellen Angaben liegt der Erzeugerpreis für Sojabohnen bei 374 Euro pro Tonne, was 11 % weniger ist als im Vorjahr. Eine ähnliche Situation zeigt sich bei Bohnen und Erbsen, die um mehr als 18 % günstiger wurden, berichtet das Nachrichtenportal Imowell.de.
Gründe für den Preisrückgang bei Soja und Hülsenfrüchten
Analysten nennen mehrere Faktoren. Erstens üben Rekordernten in den USA und Brasilien Druck auf den Weltmarkt aus. Zweitens sorgt die Unsicherheit in China, dem größten Sojaimporteur, dafür, dass Händler vorsichtig agieren. Die Kombination dieser Faktoren führt zu einer sinkenden Nachfrage nach europäischen Kulturen.
Die Position der deutschen Landwirte
Trotz der sinkenden Preise bleiben die Landwirte relativ optimistisch. Im Jahr 2025 wurden die Anbauflächen für Erbsen, Bohnen und Soja um 7 % auf 247,5 Tausend Hektar erweitert. Erste Einschätzungen von Erträgen und Qualität deuten darauf hin, dass die Ernte zufriedenstellend ausfallen wird. Aufgrund der niedrigen Abnahmepreise haben jedoch viele Landwirte beschlossen, ihre Produkte einzulagern, in der Hoffnung auf bessere Vermarktungsbedingungen.
Globale Trends und die Rolle Chinas
Der Internationale Getreiderat prognostiziert, dass das Angebot an Hülsenfrüchten weltweit im Vergleich zur letzten Saison steigen wird. Die USA und Brasilien bleiben die wichtigsten Exporteure, doch die unvorhersehbare Nachfrage aus China schafft Risiken für die Marktstabilität. Gerade dieser chinesische Faktor könnte die zukünftige Preisentwicklung bestimmen.
Wie geht es weiter mit dem Agrarmarkt in Deutschland?
Der Preisverfall bei Hülsenfrüchten bringt die Landwirte in eine schwierige Lage: Bei den aktuellen Preisen ist es kaum möglich, die Kosten zu decken. Gleichzeitig könnten die ausgeweiteten Anbauflächen und positive Ertragserwartungen einen Teil der finanziellen Verluste ausgleichen. Die weitere Entwicklung hängt jedoch stark von der internationalen Marktlage und den Exportverträgen ab. Zuvor berichteten wir auch über „Vollmond im September 2025: Bedeutung, Bräuche und Rituale„.