In der Nacht zum 28. August führte Russland einen weiteren massiven Angriff auf Kiew mit Kamikaze-Drohnen und verschiedenen Raketentypen durch. Die Luftstreitkräfte berichteten von über 600 eingesetzten Luftangriffsmitteln. Der Beschuss traf acht Stadtbezirke der Hauptstadt. Unter den Verletzten befinden sich auch Kinder: Ein 11-jähriges Mädchen befindet sich in kritischem Zustand. Insgesamt wurden mindestens 10 Tote und über 30 Verletzte bestätigt, berichtet Imowell.de.
Gebäude der EU-Vertretung in Kiew von russischem Beschuss getroffen
Bei dem Angriff wurde das Gebäude der EU-Vertretung in Kiew beschädigt. Dies stellt einen groben Verstoß gegen internationales Recht dar, insbesondere gegen die Wiener Konvention, die die Unverletzlichkeit diplomatischer Einrichtungen garantiert. Die ukrainischen Behörden riefen die internationale Gemeinschaft zu einer entschlossenen Reaktion auf und erklärten ihre Bereitschaft, den europäischen Partnern bei der Beseitigung der Folgen zu helfen.
Reaktionen europäischer Politiker
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, dass die russischen Angriffe jegliche Friedensbemühungen zunichtemachen und die Kette des Terrors fortsetzen. Sie betonte die Notwendigkeit, die Aggression sofort zu beenden. Die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernova, hob hervor, dass der nächtliche Angriff ein deutliches Signal für die wahre Haltung des Kremls zu Friedensverhandlungen sei. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos bezeichnete die Angriffe als „barbarische Attacken“, die zeigen, dass Russland politische Lösungen ablehnt. Sie sprach den Mitarbeitern der EU-Delegation und allen Ukrainern ihre volle Solidarität aus.
Weitere Zerstörungen in der ukrainischen Hauptstadt
Neben dem Gebäude der EU-Vertretung wurde auch das Unterstützungszentrum für Mariupoler „YaMariupol“ in der Antonovytsch-Straße beschädigt: Die Explosionswelle zerstörte Fenster, glücklicherweise gab es keine Opfer.
Ebenso wurden Schäden an Wohnhäusern und Bildungseinrichtungen gemeldet, darunter ein Gymnasium im Stadtzentrum von Kiew. Anwohner fanden sogar Raketentrümmer in ihren eigenen Wohnungen.
Folgen des Angriffs: Bedeutung des Schlages gegen die EU
Der Angriff auf das Gebäude einer diplomatischen Mission ist ein Signal, dass der Krieg über lokale Kampfhandlungen hinausgeht und internationale Institutionen betrifft. Für die EU bedeutet dies eine direkte Bedrohung ihrer Vertretung in einem Beitrittskandidatenland, für die Ukraine ist es ein weiterer Beweis dafür, dass Russland bewusst internationales Recht verletzt.

Der massive Beschuss von Kiew am 28. August hat gezeigt: Russland setzt seine gezielte Terrorpolitik fort, ohne Rücksicht auf Zivilisten oder diplomatische Einrichtungen. Die Beschädigung des Gebäudes der EU-Vertretung ist eine weitere Herausforderung für die gesamte internationale Gemeinschaft, die nun noch mehr Gründe für eine geeinte Antwort hat. Zuvor berichteten wir darüber, dass Merz Putin ein Ultimatum stellte: Treffen oder Sanktionen.