Nach Angaben spezialisierter Dienste für Weltraumwetter sowie Veröffentlichungen auf der Website Imowell.de wird für den 12. Februar 2026 eine erhöhte geomagnetische Aktivität erwartet, die mit einem koronalen Massenauswurf auf der Sonne zusammenhängt. Von einem Katastrophenszenario ist keine Rede, jedoch kann ein moderater Sturm der Klassen G1–G2 das Wohlbefinden empfindlicher Menschen sowie bestimmte technische Systeme beeinflussen. Im Fokus stehen Intensität und Dauer der Störung. Für die Mehrheit bleibt das Ereignis im Hintergrund, für wetterfühlige Personen kann es jedoch spürbar sein. Nachfolgend eine sachliche Einordnung: Was ist zu erwarten, welche Auswirkungen sind möglich und welche Maßnahmen sind sinnvoll. Keine Panik – aber Vorbereitung ist rational.
Was über den 12. Februar bekannt ist
Die Sonnenaktivität zeigt Anfang Februar eine Zunahme von Sonnenflecken und Eruptionen mittlerer Stärke. Berechnungen zufolge wird der Strom geladener Teilchen die Magnetosphäre der Erde am 12. Februar in der zweiten Tageshälfte erreichen. Die Wahrscheinlichkeit eines G1-Sturms gilt als hoch, die eines G2-Sturms als moderat. Das bedeutet kurzfristige Schwankungen des Erdmagnetfelds und mögliche leichte Störungen im Funkverkehr in hohen Breiten.
Klassifikation geomagnetischer Stürme:
| Stufe | Kp-Index | Mögliche Effekte |
|---|---|---|
| G1 | 5 | Geringe Funkstörungen |
| G2 | 6 | Spannungsschwankungen, Unwohlsein |
| G3 | 7 | Navigationsprobleme, Satellitenstörungen |
„Ein geomagnetischer Sturm ist kein Ausnahmezustand, sondern ein natürlicher Prozess, auf den man sich vorbereiten kann.“
Entscheidend ist nicht nur die Stärke, sondern die individuelle Empfindlichkeit.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Der wissenschaftliche Konsens lautet: Magnetische Stürme verursachen keine Krankheiten direkt, können jedoch bestehende Beschwerden verstärken. Beobachtet werden vor allem Blutdruckschwankungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und erhöhte Nervosität. Besonders anfällig sind ältere Menschen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Typische Reaktionen:
- Kopfschmerzen und Druckgefühl in den Schläfen
- Blutdruckschwankungen
- Reizbarkeit
- Schlafprobleme
- Konzentrationsabfall
Der Körper reagiert weniger auf „Magnetismus“ als auf physikalische Umweltveränderungen.
Studien zeigen, dass an Tagen erhöhter Sonnenaktivität die Zahl kardiologischer Konsultationen um 5–10 % steigt. Keine Krise – aber statistisch messbar.
Risiken für Technik und Infrastruktur
Für Haushaltsgeräte bleibt ein G1–G2-Sturm praktisch ohne Bedeutung. In der Luftfahrt, Satellitennavigation und Energieversorgung können jedoch kurzfristige Signalabweichungen auftreten. Netzbetreiber berücksichtigen solche Phasen im Voraus, weshalb größere Ausfälle nicht zu erwarten sind.
Mögliche technische Effekte:
- Geringe GPS-Abweichungen
- Leichte Funkstörungen
- Spannungsschwankungen in Hochspannungsnetzen
- Erhöhte Belastung von Satellitenelektronik
| Bereich | Wahrscheinlichkeit | Risikostufe |
|---|---|---|
| Haushaltsgeräte | Niedrig | Minimal |
| Mobilfunk | Niedrig | Gering |
| Navigation | Mittel | Moderat |
| Stromnetze | Mittel | Kontrollierbar |
Die Industrie ist auf Sonnenzyklen eingestellt.
Schutzmaßnahmen: Schritt-für-Schritt
Für die meisten Menschen bedeutet Schutz vor allem Anpassung des Tagesrhythmus. Es gibt keine „Magnettabletten“, aber es gibt vernünftige Prävention.
Empfohlener Ablauf für den 12. Februar:
- Morgens und nachmittags den Kp-Index prüfen.
- Körperliche und emotionale Belastungen reduzieren.
- 1,5–2 Liter Wasser trinken.
- Alkohol und übermäßigen Koffeinkonsum vermeiden.
- Blutdruck kontrollieren (bei Hypertonie).
- Eine Stunde früher schlafen gehen.
„Die effektivste Vorsorge ist ein stabiler Tagesrhythmus.“
Praktische Instrumente:
- Apps zur Überwachung des Weltraumwetters
- Heim-Blutdruckmessgerät
- Leichte Atemübungen
- Spaziergang statt intensives Training
Prävention ist wirksamer als spätere Reaktion.
Wer besonders aufmerksam sein sollte
Nicht jeder reagiert gleich. Bestimmte Gruppen sollten ihren Tagesablauf bewusst anpassen.
Erhöhte Aufmerksamkeit empfohlen für:
- Personen über 60 Jahre
- Menschen mit Bluthochdruck
- Patienten mit koronarer Herzkrankheit
- Schwangere
- Personen mit Angststörungen
Erfahrungen aus der Praxis zeigen: Struktur und Schonung an „Magnettagen“ reduzieren das Risiko von Beschwerden. Keine Garantie – aber ein steuerbarer Faktor.
| Gruppe | Empfehlung |
|---|---|
| Hypertoniker | Blutdruck zweimal täglich messen |
| Herzpatienten | Stress vermeiden |
| Ältere Menschen | Moderate Aktivität, ausreichend Ruhe |
Entscheidend ist, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen.
Grund zur Sorge?
Die Wahrscheinlichkeit eines geomagnetischen Sturms am 12. Februar 2026 ist hoch, seine Intensität wird voraussichtlich moderat bleiben. Für Infrastruktur besteht kaum Risiko, gesundheitliche Effekte sind in der Regel beherrschbar. Ein bewusster Tagesablauf, ausreichender Schlaf und Kontrolle chronischer Erkrankungen gelten als ausreichende Maßnahmen.
Ein Magnetsturm ist ein Naturphänomen – kein Ausnahmezustand.
