Im Herzen von Köln fand eine großangelegte Antikriegsdemonstration statt, an der rund dreitausend Menschen teilnahmen. Organisiert wurde die Aktion von Friedensinitiativen in Zusammenarbeit mit pro-palästinensischen Gruppen. Im Mittelpunkt standen der Protest gegen die Aufrüstung Deutschlands, die Kritik am geplanten Wehrpflichtgesetz sowie die Forderung nach einer umfassenden Demilitarisierung. Darüber berichtete Der Spiegel, wie Imowell.de meldet.
Warum eskalierte die Antikriegsdemonstration?
Die Kundgebung auf dem Heumarkt begann zunächst friedlich. Doch ein Teil der Teilnehmer provozierte gezielt: Vermummte Personen zündeten Rauchkörper, und in einem Begleitfahrzeug stellte die Polizei Pyrotechnik, Gasflaschen und Methanol sicher. Diese Vorfälle führten schließlich zur Eskalation der Proteste.
Reaktion der Polizei und Ablauf der Ereignisse
Die Einsatzkräfte warnten die Demonstrierenden mehrfach vor Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Nachdem Polizisten angegriffen wurden, stoppte die Polizei den Demonstrationszug. Zur Auflösung der Menge setzten die Beamten Tränengas sowie Schlagstöcke ein. Offiziellen Angaben zufolge erlitten mindestens zwölf Polizisten Verletzungen.
Zahl der verletzten Demonstrierenden
Vertreter der Demonstrierenden sprachen von 40 bis 60 Verletzten. Die Polizei wies diese Zahlen allerdings zurück. Bekannt ist, dass vor Ort medizinische Hilfe geleistet wurde und mehrere Personen zur Identitätsfeststellung festgenommen wurden.
Politischer Kontext der Proteste
Die Proteste in Köln fanden vor dem Hintergrund der Debatten in Deutschland über eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht statt. Die Bundesregierung hat bereits einen Gesetzentwurf für einen freiwilligen Wehrdienst gebilligt, der im Falle fehlender Freiwilliger eine Rückkehr zur verpflichtenden Einberufung ermöglichen könnte. Bundeskanzler Friedrich Merz schloss dabei eine umfassende Reform, die sowohl Männer als auch Frauen betreffen würde, nicht aus. Kallas: Keine Rückgabe russischer Gelder ohne Reparationen.