Die Weltkreuzfahrt des Kreuzfahrtschiffes AIDAdiva, die bis Ende Dezember ohne Zwischenfälle verlief, wurde zu Beginn des neuen Jahres unerwartet unterbrochen. Am 1. Januar 2026 traten während der Pazifikpassage von Honolulu nach Busan gleich zwei medizinische Notfälle an Bord auf. Beide Fälle erforderten eine spezialisierte Behandlung, die auf See nicht gewährleistet werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schiff weit entfernt von den nächsten Häfen. Die Situation machte ein schnelles und entschlossenes Handeln der Crew erforderlich. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ksta.
Gründe für die Rückkehr nach Hawaii
Nach Abwägung aller Umstände wurde entschieden, das Schiff zu wenden und Kurs zurück auf Hawaii zu nehmen. Oberste Priorität hatte die Sicherheit der Passagiere sowie der rasche Zugang zu medizinischer Versorgung an Land. Die Rückkehr in den Hafen von Honolulu galt als die verlässlichste Lösung, um die betroffenen Personen auszuschiffen. Dort konnten die Passagiere an medizinische Einrichtungen übergeben werden. Die Reederei bestätigte, dass die Entscheidung gemäß den geltenden Sicherheitsprotokollen getroffen wurde.
Verschiebung des Fahrplans und Verzögerung in Südkorea
Der außerplanmäßige Stopp in Honolulu hatte unmittelbare Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Weltreise. Durch die erneute Pazifiküberquerung ging wertvolle Zeit verloren, die innerhalb des engen Zeitplans ausgeglichen werden musste. Nach aktualisierten Angaben wird die AIDAdiva Busan erst am 12. Januar 2026 erreichen und damit einen Tag später als ursprünglich vorgesehen. Um größere Abweichungen im weiteren Reiseverlauf zu vermeiden, wurde der Aufenthalt im südkoreanischen Hafen deutlich verkürzt. Eine ursprünglich geplante Übernachtung entfällt vollständig.
Anpassungen für die Weiterfahrt nach Japan
Die Verkürzung des Aufenthalts in Busan dient dazu, den weiteren Reiseplan möglichst stabil zu halten. Die vorgesehenen Anläufe in den japanischen Häfen Tokio und Kobe sollen weiterhin planmäßig stattfinden. Dafür mussten vorherige Etappen zeitlich angepasst werden. Passagiere wurden frühzeitig über die Änderungen informiert. Die Anpassungen betreffen vor allem die Logistik und nicht die Gesamtdauer der Reise.
Verzicht auf den Suezkanal und Umrundung Afrikas
Neben den aktuellen Verzögerungen im Pazifik stehen der AIDAdiva auf späteren Etappen weitere gravierende Routenänderungen bevor. Aufgrund der anhaltend unsicheren Lage im Roten Meer hat die Reederei entschieden, den Suezkanal vollständig zu meiden. Stattdessen wird das Schiff den afrikanischen Kontinent über das Kap der Guten Hoffnung umrunden. Diese Route ist deutlich länger, gilt jedoch derzeit als sicherer. Die Entscheidung wurde vorsorglich getroffen und betrifft einen späteren Abschnitt der Weltreise.
Neue Häfen und geplantes Reiseende
Die geänderte Route führt auch zu Anpassungen bei den geplanten Hafenstopps. Anläufe in Indien und Ägypten entfallen und werden durch Stopps auf Mauritius, in Südafrika und in Namibia ersetzt. Trotz der längeren Strecke hält die Reederei am ursprünglichen Endtermin fest. Die Rückkehr der AIDAdiva in den Hamburger Hafen ist weiterhin für den 23. März 2026 vorgesehen. Insgesamt soll die Weltkreuzfahrt eine Dauer von 128 Tagen haben.
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