Die Aktien der Adidas AG gerieten nach einer deutlichen Neubewertung durch Analysten der Bank of America spürbar unter Druck. BofA Securities stufte den Sportartikelhersteller gleich um zwei Stufen herab – von „Kaufen“ auf „Underperform“ – und senkte zugleich das Kursziel deutlich von 213 auf 160 Euro. Der Schritt signalisiert einen klaren Stimmungswechsel am Markt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf stock3.
Damit verabschieden sich die Analysten von der bislang vorherrschenden Erholungserzählung nach der Krise am Unternehmenssitz in Herzogenaurach. Die Fortschritte der operativen Erholung aus den vergangenen Quartalen seien bereits weitgehend in den Aktienkursen eingepreist, während neue Impulse derzeit fehlten.
Nachlassendes Wachstum und Margendruck
Nach Einschätzung des Bank-of-America-Analysten Thierry Cota sind die entscheidenden Argumente für steigende Gewinnschätzungen bereits vor mehreren Quartalen ausgelaufen. Der positive Effekt aus der operativen Stabilisierung habe den Kurs getragen, doch ein neuer Wachstumstreiber sei nicht erkennbar. Stattdessen steuere die Marke Adidas auf ein moderates, klar begrenztes organisches Umsatzwachstum zu.
Zusätzlichen Druck sehen die Analysten bei der operativen EBIT-Marge. In der mittleren Frist könnte sie hinter früheren Erwartungen zurückbleiben, insbesondere vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Branchenlage. Diese Faktoren bildeten die Grundlage für die deutliche Herabstufung.
Marktreaktion und Branchenausblick
Am Dienstag, dem 6. Januar 2026, reagierten die Adidas-Aktien bereits im vorbörslichen Handel mit Kursverlusten. Auf der Handelsplattform Tradegate gaben die Papiere um rund 2,2 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs des Vortages nach und entwickelten sich damit schwächer als der insgesamt freundliche Markt.
Zuvor hatten die Aktien seit dem Tief im November um etwa 14 Prozent zugelegt, gestützt von Hoffnungen auf positive Effekte der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. In seinem aktuellen Sektorausblick stellt Cota jedoch infrage, woher dieser Aufschwung kommen soll, und rechnet insgesamt mit einer weiteren Abschwächung des Sportartikel-Segments.
