Bei der 83. Verleihung der Golden Globe Awards dominierten Produktionen, die sich mit dem Thema Erwachsenwerden und inneren Konflikten beschäftigen. Die Filme „One Battle After Another“ und die Serie „Adolescence“ wurden zu den großen Gewinnern des Abends und erhielten jeweils vier Auszeichnungen. Beide Projekte galten als besonders prägend für das vergangene Film- und Fernsehjahr. Die Preisverleihung selbst verzichtete weitgehend auf politische Statements seitens der Veranstalter. Inhaltlich spiegelten die ausgezeichneten Werke jedoch aktuelle gesellschaftliche Spannungen wider. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf theguardian.
Erfolg für „One Battle After Another“
Die musikalische Komödien-Thriller-Produktion von Paul Thomas Anderson wurde als bester Film in ihrer Kategorie ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt der Regisseur Preise für die beste Regie und das beste Drehbuch, was seine erste Golden-Globe-Auszeichnung in dieser Form darstellte. In seiner Dankesrede betonte Anderson, wie viel Freude ihm die Arbeit an dem Film bereitet habe. Er erinnerte zudem an den Regieassistenten Adam Somner, der im November 2024 verstorben war. Auch schauspielerische Leistungen des Films wurden mit Preisen gewürdigt.
Schauspielpreise und prägende Dankesreden
Teyana Taylor gewann den Preis für die beste weibliche Nebenrolle und setzte sich dabei gegen mehrere prominente Mitbewerberinnen durch. In ihrer Rede sprach sie über Anerkennung und Sichtbarkeit in der Filmbranche. Auch Stellan Skarsgård wurde für seine Nebenrolle in einem norwegischen Familiendrama ausgezeichnet. Er nutzte seinen Auftritt, um die Bedeutung des Kinobesuchs hervorzuheben. Die Schauspielkategorien sorgten insgesamt für einige der meistdiskutierten Momente des Abends.
Triumph der Serie „Adolescence“
Die Netflix-Miniserie „Adolescence“ gewann vier Golden Globes, darunter die Auszeichnung als beste Miniserie. Drehbuchautor Jack Thorne erklärte in seiner Dankesrede, dass sich die Serie nicht gegen Jugendliche richte, sondern die Bedingungen thematisiere, unter denen sie aufwachsen. Stephen Graham wurde als bester Schauspieler in einer Miniserie ausgezeichnet. Owen Cooper erhielt den Preis für die beste Nebenrolle, während Erin Doherty ebenfalls geehrt wurde. Der Erfolg unterstrich die starke Position von Streaming-Produktionen bei großen Preisverleihungen.
Die besten Dramen des Jahres
Der Film „Hamnet“, eine fiktionale Annäherung an das Leben William Shakespeares, gewann den Preis für den besten dramatischen Film. Jessie Buckley wurde als beste Hauptdarstellerin in einem Drama ausgezeichnet und setzte sich gegen mehrere namhafte Konkurrentinnen durch. Produzenten des Films betonten den besonderen Regieansatz, der die Umsetzung der Geschichte ermöglichte. Auch der historische Thriller „The Secret Agent“ wurde geehrt und erhielt Preise für den besten nicht-englischsprachigen Film sowie für die beste männliche Hauptrolle in einem Drama. Der Erfolg galt als bedeutender Moment für das brasilianische Kino.
Komödien und Fernseherfolge
In den komödiantischen Kategorien wurde Timothée Chalamet als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Marty Supreme“ ausgezeichnet. Es war seine erste Golden-Globe-Auszeichnung und machte ihn zum jüngsten Gewinner in dieser Kategorie. Bei den Serien gewann das Krankenhausdrama „The Pitt“ den Preis als beste Dramaserie. Die Auszeichnung für die beste Comedyserie ging an „The Studio“. In den Dankesreden standen vor allem Teamarbeit und die Unterstützung des Publikums im Mittelpunkt.
Animation, Musik und neue Kategorien
Der Animationsfilm „Demon Hunters“ entwickelte sich zum größten Netflix-Erfolg des Jahres und gewann Preise für den besten Animationsfilm sowie für den besten Originalsong. Erstmals wurde zudem ein Golden Globe für den besten Podcast vergeben. Die Auszeichnung ging an „Good Hang“, das sich gegen mehrere bekannte Formate durchsetzte. Die neue Kategorie sorgte für besondere Aufmerksamkeit und spiegelte den wachsenden Einfluss digitaler Medien wider. Die Veranstalter hoben die Bedeutung neuer Erzählformate hervor.
Abschluss der Gala und Ausblick
Moderatorin Nikki Glaser führte bereits zum zweiten Mal durch den Abend und prägte den Ton der Veranstaltung. Neben den Auszeichnungen sorgten auch Statements und symbolische Gesten einzelner Gäste für Aufmerksamkeit. Die Golden Globes 2026 gelten als wichtiger Auftakt für die bevorstehende Awards-Saison. Die Oscar-Nominierungen werden am 22. Januar bekannt gegeben, die Verleihung ist für März geplant. Die Ergebnisse der Golden Globes haben bereits Einfluss auf die Erwartungen für die kommenden Filmpreise.
