Mit Beginn des Jahres 2026 müssen sich Raucherinnen und Raucher in Österreich auf spürbar höhere Ausgaben einstellen. Die Tabakindustrie setzt eine umfassende Preiserhöhung um, die direkt auf eine Reform der Tabaksteuer zurückzuführen ist. Die neuen Steuersätze wurden vom Parlament kurz vor Jahresende beschlossen und schlagen sich nun vollständig in den Verkaufspreisen nieder. Für viele Konsumenten wird der Zigarettenkauf damit deutlich teurer. Branchenkenner sprechen von einem der stärksten Preisanstiege der vergangenen Jahre. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Тips.
Preisanstieg nach Beschluss der Steuerreform
Auslöser der Veränderungen ist die Anpassung der Besteuerung von Tabakwaren. Die neuen Regelungen gelten seit Jahresbeginn und wirken sich unmittelbar auf die Preise in Trafiken aus. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das höhere Kosten bei nahezu allen gängigen Marken. Im Durchschnitt steigen die Preise je Packung um 20 bis 40 Cent, abhängig von Marke und Packungsgröße. Selbst im Vergleich zu früheren Steueranhebungen fällt der aktuelle Schritt besonders deutlich aus.
Tabakkonzerne nennen konkrete Termine
Als einer der ersten Hersteller kündigte Japan Tobacco International eine Preisanhebung an. Das Unternehmen erhöht die Preise seiner Produkte mit 19. Jänner 2026. Nur wenige Wochen später, am 2. Februar, folgt auch Marktführer Philip Morris mit entsprechenden Anpassungen. Damit sind innerhalb des ersten Monats des Jahres nahezu alle großen Marken von den neuen Preisen betroffen. Für viele Raucherinnen und Raucher bedeutet das eine merkliche Mehrbelastung im Alltag.
Marlboro überschreitet erstmals die 7-Euro-Marke
Besondere Aufmerksamkeit erhält die Preisentwicklung der meistverkauften Marke des Landes. Ab Anfang Februar kosten die klassischen roten Marlboro erstmals genau 7 Euro pro Packung. Diese Schwelle galt lange Zeit als kaum vorstellbar, insbesondere im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Für viele Konsumenten steht dieser Preis symbolisch für das Ausmaß der aktuellen Verteuerung. Ein solches Niveau war bislang eher bei Großpackungen üblich.
Andere Marken und Packungsgrößen ebenfalls betroffen
Auch Camel-Zigaretten werden ab 19. Jänner teurer. Der Preis steigt um 30 Cent auf 6,80 Euro pro Packung. Die Marke „Meine Sorte“ wird künftig mit rund 7,30 Euro zu Buche schlagen. Die konkrete Preiserhöhung hängt von der jeweiligen Packungsgröße ab, liegt jedoch im Schnitt bei mindestens 20 Cent. Besonders stark fällt der Anstieg bei größeren Verpackungen ins Gewicht, die von Vielrauchern bevorzugt werden.
Neue Abgaben auf alternative Tabakprodukte
Von der Steuerreform bleiben nicht nur klassische Zigaretten betroffen. Erstmals geraten auch alternative Produkte stärker ins Visier der Finanzbehörden. Nikotinbeutel sowie Liquids für E-Zigaretten unterliegen künftig strengeren Regelungen. Ab April 2026 tritt ein neues Lizenzsystem in Kraft, das schrittweise zu höheren Preisen führen wird. Auch erhitzte Tabakprodukte sind betroffen: Die beliebten Heets-Sticks verteuern sich um rund 10 Cent pro Packung.
Auswirkungen auf Markt und Konsumenten
Der Staat rechnet mit zusätzlichen Steuereinnahmen von rund 100 Millionen Euro. Gleichzeitig weisen Fachleute auf Nebenwirkungen hin. Immer mehr Raucher decken sich mit Zigaretten in Nachbarländern ein, wo die Preise teils deutlich niedriger sind. In Österreich erreichen große Packungen neue Rekordwerte, etwa Marlboro 31 mit einem Preis von rund 10 Euro. Für Trafikanten bedeutet das zusätzlichen Aufwand, während Käufer an der Kassa zunehmend mit einem deutlichen Preisschock konfrontiert sind.
