Hamburg – Gegen den ehemaligen Kultmanager von Bayer Leverkusen, Rainer Calmund, werden schwere Vorwürfe erhoben, die sich auf Vorfälle an Bord eines Kreuzfahrtschiffes von TUI Cruises beziehen. Dabei geht es um Ereignisse, die sich laut deutschen Medienberichten im Jahr 2025 während seiner Reisen mit Schiffen der „Mein Schiff“-Flotte abgespielt haben sollen. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Bild.
Wie die Zeitung Bild berichtet, betreffen die Beschwerden das Verhalten Calmunds im Spa-Bereich eines Luxuskreuzers. Der 77-Jährige soll im Laufe des Jahres mindestens zweimal mit TUI Cruises unterwegs gewesen sein. Während seiner zweiten Reise befand er sich erneut gemeinsam mit Familienangehörigen an Bord der „Mein Schiff Relax“.
Beschwerden aus dem Spa-Team
Nach Angaben der Bild-Recherche gingen die ersten internen Beschwerden bereits in der ersten Woche der Kreuzfahrt ein. Demnach sollen sich zwei Masseurinnen über Calmund beschwert und sich geweigert haben, weitere Behandlungen durchzuführen. Daraufhin habe das Spa-Management beschlossen, sämtliche für ihn gebuchten Anwendungen zu streichen.
Ein Mitarbeiter des Spa-Bereichs wurde beauftragt, Calmund persönlich über den Ausschluss zu informieren. Quellen aus seinem Umfeld berichten, dass er darauf „verärgert und sehr aufgebracht“ reagiert habe.
Spa-Verbot und Reaktion der Familie
Seitens der Schiffsleitung wurde klargestellt, dass Calmund der Zutritt zum Spa-Bereich künftig untersagt sei. Als Begründung sei laut Bild der Vorwurf der „sexuellen Belästigung“ genannt worden, weitere Details habe man jedoch nicht mitgeteilt.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt ein Telefonat zwischen Calmunds Ehefrau Silvia und Mitarbeitenden der Spa-Rezeption. Dabei erkundigte sie sich nach dem Dresscode bei Massagen und fragte, ob Nacktheit erlaubt sei. Ihr wurde erklärt, dass Einweg-Unterwäsche zur Verfügung stehe. Laut einer beteiligten Person soll Silvia Calmund daraufhin angemerkt haben, dies sei „interessant“ und würde „einiges erklären“.
Stellungnahme der Verteidigung
Die Anwältin von Rainer Calmund weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einer Stellungnahme bezeichnete sie diese als haltlos. Ihrem Mandanten zufolge habe er von den Anschuldigungen erst durch den Bericht in der Bild-Zeitung erfahren. Offizielle Mitteilungen oder konkrete Erläuterungen seitens der Reederei habe es zuvor nicht gegeben.
