Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Yosef in Dormagen hat die Polizei einen 12-jährigen Jungen als Tatverdächtigen festgenommen. Nach ersten Informationen war der Angriff kein spontaner Akt, sondern geplant. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Welt.
Verdächtiger und Tatumstände
Sicherheitskreise berichten, dass der 12-jährige Verdächtige sich als Opfer von Mobbing fühlte. Zwischen den beiden Jungen kam es offenbar zu einem Streit, der dem Verbrechen vorausging. Die Polizei bestätigte, dass es keine Hinweise auf rassistische oder rechtsextreme Motive gibt.
Das Opfer, der 14-jährige Yosef, war eritreischer Staatsbürger, lebte seit 2018 in kommunalem Wohnraum in Dormagen und besuchte eine lokale Schule. Der Junge nahm aktiv am Leben des örtlichen Fußballvereins teil und genoss hohen Respekt in der Gemeinde.
Reaktion der Behörden
Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) zeigte sich schockiert über den Vorfall und betonte, dass der gewaltsame Tod des Jungen tiefe Spuren in der Stadt hinterlassen wird. „Die Tatsache, dass die Tat mutmaßlich von einem Minderjährigen begangen wurde, erschüttert uns noch mehr“, sagte er auf einer Pressekonferenz.
Polizei und Staatsanwaltschaft verzichten auf weitere Details, um den Schutz des Minderjährigen und die Privatsphäre zu wahren. Die Ermittlungen dauern an.
Auffindung und Beerdigung
Yosefs Leiche wurde am 28. Januar gegen 17:00 Uhr am Waldsee in Dormagen gefunden. Nach ersten Erkenntnissen starb er an Stichverletzungen. Zuvor hatte der Junge einen kurzen Besuch im örtlichen Schützenverein geplant.
Die Beerdigungsprozession fand am vergangenen Wochenende statt; etwa 2.000 Personen nahmen daran teil. Die örtliche Staatsanwaltschaft und die Stadt Dormagen setzten eine Belohnung von insgesamt 10.000 Euro für Hinweise aus, die zur Aufklärung des Verbrechens beitragen.
