Passagiere von Lufthansa müssen am Donnerstag mit zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Besonders stark betroffen ist der Drehkreuzflughafen Frankfurt.
Laut Stand vom 11. Februar 2026, 7:44 Uhr, sind alle Lufthansa-Flüge ab deutschen Flughäfen im Zeitraum von 00:01 bis 23:59 Uhr Ortszeit von Ausfällen oder Verspätungen bedroht. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf hessenschau.
Organisatoren und Gründe des Streiks
Der Streik wurde von den Gewerkschaften der Piloten Vereinigung Cockpit (VC) und der Flugbegleiter UFO ausgerufen. Die Piloten fordern eine Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zu den betrieblichen und Übergangspensionssystemen. VC-Präsident Andreas Pineiro erklärte, die Gewerkschaft habe über Monate hinweg versucht, Verhandlungen zu führen, doch das Unternehmen habe die Chance zur einvernehmlichen Lösung nicht genutzt.
Die Flugbegleiter von UFO führen einen Warnstreik durch, um Lufthansa und die regionale Tochtergesellschaft Cityline zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag zu bewegen. In dieser Tochtergesellschaft sind rund 800 Arbeitsplätze aufgrund der Unternehmensstrategie gefährdet. UFO verlangt einen sozialverträglichen, kollektiv vereinbarten Plan für die Beschäftigten.
Kritik an der Lufthansa-Strategie
UFO-Experten kritisieren Lufthansa für die Orientierung an „Produktivität“ und „Flexibilität“, was die Arbeitsbedingungen verschlechtert und die persönliche Lebensplanung erschwert. Das Unternehmen nutzt auch Tochtergesellschaften wie Lufthansa City Airlines und Discover, um Druck auf bestehende Einheiten auszuüben, indem niedrigere Gehälter und günstigere Tarife angeboten werden.
City Airlines ersetzt Cityline
Die Lufthansa Group hat angekündigt, dass City Airlines künftig Flüge vom Frankfurter Drehkreuz übernehmen wird. Bis zum Herbst soll die Flotte am Flughafen Frankfurt auf sieben Airbus A320 der neuesten Generation wachsen. Passagiere können nicht erkennen, mit welcher Airline sie fliegen, da City Airlines vollständig in den Lufthansa-Flugplan integriert ist und keine eigenen Tickets verkauft.
Zur Unterstützung des Wachstums der Tochtergesellschaft in Frankfurt wurden bereits 60 neue Mitarbeiter eingestellt, weitere 280 sind geplant. Insgesamt arbeiten bei Lufthansa City Airlines rund 450 Personen.
