Am 21. Februar 2026 fand in Berlin die Abschlussgala der 76. Internationale Filmfestspiele Berlin statt. Bei der Preisverleihung im Berlinale-Palast erhielt die Schauspielerin Sandra Hüller den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf n-tv.de.
Die 47-Jährige wurde für ihre Rolle in dem Drama Rosa des Regisseurs Markus Schleinzer ausgezeichnet. Darin verkörpert sie eine Frau im 17. Jahrhundert, die sich in einem abgelegenen Dorf als Mann ausgibt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Nach ihrer Enttarnung verweigert die Dorfgemeinschaft ihr jede Gnade. Der Film ist in strengen Schwarz-Weiß-Bildern inszeniert.
Hüller ist damit die zweite deutsche Schauspielerin, die den Silbernen Bären als beste Darstellerin erhält. Bereits 2006 wurde sie für ihre Rolle in Requiem ausgezeichnet. 2024 war sie zudem für den Oscar als beste Hauptdarstellerin im Film Anatomie eines Falls nominiert.
Nach eigenen Angaben absolvierte Hüller für „Rosa“ ein intensives Kraft- und Kampftraining zur Vorbereitung auf die Rolle.
Der Goldene Bär, die höchste Auszeichnung des Festivals, ging an das politische Drama Gelbe Briefe des Berliner Regisseurs İlker Çatak. Damit gewann erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder ein deutscher Regisseur den Hauptpreis. Zuletzt war dies Fatih Akin 2004 mit dem Film Gegen die Wand gelungen.
„Gelbe Briefe“ erzählt die Geschichte eines türkischen Künstlerpaares aus der Theaterszene Ankaras. Ihre offene politische Haltung führt zum Verlust ihrer Arbeitsplätze und zu finanziellen Schwierigkeiten. Im Zentrum steht der Versuch, das Paar zum Schweigen zu bringen.
Im Wettbewerb der 76. Berlinale waren insgesamt 22 Filme vertreten. 2025 gewann der norwegische Film Oslo Stories: Träume („Drømmer“) von Dag Johan Haugerud den Goldenen Bären. Den Ehren-Goldenen Bären für ihr Lebenswerk erhielt am 12. Februar die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh.
