Ungarn steht nach den Parlamentswahlen vom 12. April 2026 vor einem möglichen Machtwechsel. Nach vorläufigen Auszählungen liegt die Oppositionspartei „Tisza“ unter der Führung von Péter Magyar deutlich vor der regierenden Partei „Fidesz“. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf zdfheute.
Nach der Auswertung von mehr als der Hälfte der Stimmen kommt „Tisza“ auf rund 52 Prozent, während „Fidesz“ etwa 39 Prozent erreicht. Nach Angaben der Wahlbehörde würde dieses Ergebnis der Opposition eine Zweidrittelmehrheit im Parlament sichern.
Stand 22:45 Uhr waren 66,69 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach könnte „Tisza“ 137 der insgesamt 199 Sitze gewinnen, während die Partei von Orbán auf etwa 55 Mandate käme. Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Angaben auf einem ungewöhnlich hohen Niveau.
Orbán erkennt Niederlage an und gratuliert der Opposition
Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Niederlage seiner Partei nach 16 Jahren an der Macht eingeräumt. In einer Ansprache an seine Anhänger in Budapest erklärte er, dass die Wahlergebnisse trotz laufender Auszählung bereits eindeutig seien.
Orbán bezeichnete das Resultat als „schmerzhaft, aber klar“ und bestätigte, dass er der siegrechen Oppositionspartei bereits gratuliert habe.
Oppositionsführer Péter Magyar hatte zuvor ebenfalls erklärt, dass seine Partei nach aktuellem Stand deutlich vorn liege. Sollte sich der Trend bestätigen, könnte Ungarn in naher Zukunft eine neue Regierung bekommen.
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