Die XXV. Olympischen Winterspiele werden vom 6. bis 22. Februar 2026 ausgetragen. Hauptaustragungsorte sind Mailand und Cortina d’Ampezzo. Das Konzept der Spiele folgt den Reformen des IOC und setzt verstärkt auf bestehende Sportstätten sowie eine geografische Verteilung der Wettkämpfe. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf faz.net.
In Mailand finden die Wettbewerbe im Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Shorttrack statt. Weitere Disziplinen werden in den alpinen Regionen ausgetragen:
- Cortina d’Ampezzo – alpiner Skisport der Frauen, Rennrodeln, Bob, Skeleton und Curling;
- Bormio – alpiner Skisport der Männer, Skibergsteigen;
- Livigno – Freestyle und Snowboard;
- Val di Fiemme – Skilanglauf;
- Antholz-Anterselva – Biathlon.
Insgesamt sind 116 Wettbewerbe an 13 Sportstätten geplant.
Wie viele Athleten nehmen teil
An den Winterspielen 2026 nehmen rund 2.900 Sportlerinnen und Sportler teil. Deutschland ist mit 185 Athleten sowie vier Ersatzsportlern vertreten – so vielen wie noch nie zuvor bei Olympischen Winterspielen.
Aufgrund des Krieges gegen die Ukraine dürfen Athleten aus Russland und Belarus ausschließlich als neutrale Einzelsportler und nach einer speziellen Überprüfung starten.
Probleme und Herausforderungen in der Vorbereitung
Die Vorbereitungen auf die Spiele verliefen nicht ohne Schwierigkeiten. In Cortina wurde entgegen den Empfehlungen des IOC eine neue Eisbahn errichtet. Zudem sorgten Verzögerungen beim Bau der neuen Eishockeyarena im Mailänder Stadtteil Santa Giulia sowie deren geringe Größe für Kritik.
Auch eine neue Seilbahn zum Skigebiet Socrepes wird nicht rechtzeitig fertiggestellt, weshalb Athleten und Zuschauer alternative Transportwege nutzen müssen.
Neue Disziplinen und Änderungen im Programm
Einzige neue olympische Disziplin ist das Skibergsteigen. Darüber hinaus wurde das Programm erweitert um:
- gemischte Teamwettbewerbe im Skeleton;
- Frauen-Doppel im Rennrodeln;
- Frauen-Einzel im Skispringen von der Großschanze.
Das Nordische Kombinieren der Frauen bleibt weiterhin ausgeschlossen. Das IOC teilte mit, dass sich die Sportart in einer Überarbeitungsphase befindet; über ihre Zukunft soll bis zu den Spielen 2030 entschieden werden.
Medaillenchancen für Deutschland
Deutschland zählt traditionell zu den erfolgreichsten Nationen bei Olympischen Winterspielen, insbesondere in den Eiskanalsportarten. Bei den Spielen 2022 in Peking gewann das deutsche Team zwölf Goldmedaillen, davon neun im Bob, Rennrodeln und Skeleton.
Die Stars der Winterspiele 2026
Erstmals seit 2014 kehren die NHL-Profis zu den Olympischen Spielen zurück. Zu den bekanntesten Namen zählen der Kanadier Connor McDavid sowie Deutschlands Topstar Leon Draisaitl. Weitere Publikumsmagneten sind:
- Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin (USA, alpiner Skisport);
- Ilia Malinin (USA, Eiskunstlauf).
Wie läuft die Eröffnungsfeier ab
Die Eröffnungsfeier findet im Mailänder Stadion San Siro statt. Begleitveranstaltungen sind in Cortina d’Ampezzo, Livigno und Predazzo geplant. Erstmals in der olympischen Geschichte können Fahnenträger eines Landes an unterschiedlichen Orten auftreten.
Die Abschlussfeier wird an einem anderen Ort ausgerichtet – in der historischen Arena von Verona.
Wo kann man die Olympischen Spiele verfolgen
Rund 1,2 Millionen Tickets sind im Verkauf, während das italienische Tourismusministerium mit über zwei Millionen Besuchern rechnet. In Deutschland übertragen ARD, ZDF sowie Eurosport/HBO Max die Spiele im Fernsehen und per Streaming.
Geplant sind mehr als 100 Stunden Live-Übertragungen im TV sowie rund 700 Stunden Streaming-Inhalte. Die ersten Wettbewerbe beginnen bereits am 4. Februar, zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung.
