Zwei Stars des olympischen Sports erscheinen gemeinsam auf dem Titelblatt der Märzausgabe von Playboy Germany. Die Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark und die Stürmerin der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft Franziska Feldmeier posierten für das Magazin, um auf bestehende Stereotype rund um den weiblichen Körper im Leistungssport aufmerksam zu machen. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf n-tv.

Das Doppelcover ist das zentrale Element der März-Ausgabe 2026. Beide Athletinnen betonen, dass ihre Teilnahme an dem Fotoshooting mit einer klaren gesellschaftlichen Botschaft verbunden ist. Feldmeier erklärt, dass ein athletischer, muskulöser Körper durchaus weiblich und schön sein könne – entgegen weit verbreiteter Vorstellungen.
Vanessa Mark teilt diese Ansicht und bezeichnet es als problematisch, dass sich junge Sportlerinnen überhaupt mit der Frage beschäftigen müssten, ob sie „weiblich genug“ aussehen. Vergleichbare Diskussionen gebe es bei männlichen Athleten kaum.
Einsatz gegen Geschlechterstereotype im Sport
Beide Sportlerinnen sprechen sich für eine geringere geschlechtliche Differenzierung im Sport aus. Feldmeier betont, dass Eishockey keineswegs ein ausschließlich männlicher Sport sei, auch wenn diese Wahrnehmung in der Gesellschaft noch immer verbreitet sei.
Mark, die sich 2024 mit dem Weltmeistertitel im Bobfahren krönte, kann derzeit verletzungsbedingt nicht an Wettkämpfen teilnehmen. Sie beschreibt sich selbst als „groß, nicht zu dünn, aber sportlich“ und sieht die Aktaufnahmen im Playboy als Möglichkeit, junge Athletinnen zu ermutigen, ihren eigenen Körper anders wahrzunehmen.
Diskriminierungserfahrungen und fehlende Förderung
Im Laufe ihrer Karrieren sahen sich beide Frauen immer wieder mit beleidigenden Kommentaren konfrontiert. Feldmeier berichtet, dass noch immer abwertende Begriffe wie „Mannsfrauen“ verwendet würden. Solche Äußerungen führt sie auch auf unzureichende Förderstrukturen für Mädchen im Sport zurück.
Nach eigenen Angaben wusste Feldmeier bis zu ihrem zwölften Lebensjahr nicht einmal, dass es Frauen-Eishockey gibt. Für sie ist dies ein Hinweis auf mangelnde Sichtbarkeit und fehlende Informationsangebote für Mädchen, die sich für Team- oder Kraftsportarten interessieren.
Bereits in dieser Woche kann Franziska Feldmeier erneut sportlich ein Zeichen setzen: Am 5. Februar trifft die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in der Vorrunde der Olympischen Spiele auf Schweden.
