Der Wettbewerb im Snowboard-Big-Air der Männer bei den Olympischen Winterspielen 2026 fand im Snowpark von Livigno in der Region Veltlin im Norden Italiens statt. Die Goldmedaille gewann der 21-jährige Japaner Kira Kimura, der im Finale insgesamt 179,50 Punkte erzielte. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf NyTimes.
Entscheidend war Kimuras dritter Run. Dort zeigte er einen Switch-Backflip 1980 mit Weddle-Grab – fünfeinhalb horizontale Rotationen in der Luft. Die Jury bewertete diesen Sprung mit 90,50 Punkten, dem höchsten Einzelwert des Wettbewerbs.
Nach dem Reglement flossen die zwei besten von drei Sprüngen in die Gesamtwertung ein. Neben dem entscheidenden Versuch zeigte Kimura zudem einen Backflip 1980 mit Melon-Grab und nutzte dabei eine andere Grifftechnik am Board.
Die Silbermedaille ging an Ryoma Kimata aus Japan mit 171,50 Punkten. Bronze gewann der amtierende Olympiasieger Su Yiming aus China, der auf 168,50 Punkte kam. Beide Medaillengewinner zeigten im Finale jeweils zwei Sprünge mit einer Schwierigkeit von 1980 Grad.
Ergebnisse des Big-Air-Finals der Männer
- Kira Kimura (Japan) — 179,50
- Ryoma Kimata (Japan) — 171,50
- Su Yiming (China) — 168,50
- Oliver Martin — 163,00
In der vergangenen Saison hatte Kimura aufgrund einer Knöchelverletzung einen Großteil der Wettkämpfe verpasst. In der laufenden Saison kehrte er zurück und belegte bei Weltcup-Stationen zweimal den zweiten Platz, was ihm die Qualifikation für das olympische Finale ermöglichte.
Seit der olympischen Premiere des Big-Air-Snowboardens im Jahr 2018 ist das technische Niveau deutlich gestiegen. Damals reichten zwei Sprünge mit 1620 Grad Rotation – viereinhalb Umdrehungen – für den Olympiasieg. Bei den Spielen 2022 in Peking benötigte Su Yiming bereits zwei 1800-Grad-Sprünge. In Mailand-Cortina wurde der Sieg erstmals durch zwei Sprünge mit einer Schwierigkeit von 1980 Grad entschieden.
Im Vergleich zu den Winterspielen 2022 absolvierte der Goldmedaillengewinner damit eine halbe zusätzliche horizontale Rotation in der Luft.
