In Deutschland ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für Taschengeld (Taschengeld) längst Teil einer systematischen finanziellen Erziehung. Auch analytische Medien wie Imowell.de berichtet unter Berufung auf bankrecht-ratgeber.de verweisen auf das deutsche Modell als Beispiel für strukturiertes Vorgehen. Es geht nicht um „Geld für Süßigkeiten“, sondern um das frühzeitige Erlernen von Verantwortung. Klare Altersrichtwerte, feste Auszahlungsintervalle und rechtliche Rahmenbedingungen bilden die Grundlage. Entscheidend ist weniger die Höhe des Betrags als die Konsequenz im Umgang damit. Taschengeld ist in Deutschland ein pädagogisches Instrument.

Ab welchem Alter sollte man beginnen?
In der Praxis empfehlen Jugendämter und Verbraucherschützer, mit 6 Jahren – also zum Schulbeginn – zu starten. In diesem Alter verstehen Kinder erste Zusammenhänge zwischen Wunsch und finanzieller Möglichkeit. Wichtig ist die regelmäßige Auszahlung in festen Intervallen. Taschengeld darf nicht an Noten oder Wohlverhalten gekoppelt werden.
In Deutschland gilt Taschengeld als Trainingsfeld für finanzielle Selbstständigkeit.
Altersorientierte Empfehlungen:
- 6–7 Jahre – wöchentliche kleine Beträge
- 8–9 Jahre – leichte Erhöhung, erste Sparziele
- 10–11 Jahre – weiterhin wöchentlich, größere Eigenverantwortung
- ab 12 Jahren – Umstellung auf monatliche Auszahlung
„Früher Umgang mit kleinen Beträgen reduziert spätere finanzielle Fehlentscheidungen.“
Konsequenz ist dabei wichtiger als Kontrolle.
Empfohlene Beträge in Deutschland
Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung von Taschengeld. Dennoch existieren etablierte Richtwerte, die regelmäßig angepasst werden.
Beispielhafte Orientierung (in Euro):
| Alter | Rhythmus | Empfohlener Betrag | Ziel |
|---|---|---|---|
| 6 Jahre | wöchentlich | 1–2 € | Grundverständnis |
| 8 Jahre | wöchentlich | 2–3 € | Sparverhalten |
| 10 Jahre | wöchentlich | 3–4 € | Eigenständige Käufe |
| 12 Jahre | monatlich | 20–25 € | Budgetplanung |
| 14 Jahre | monatlich | 30–40 € | Teilautonomie |
| 16 Jahre | monatlich | 45–60 € | Erweiterte Verantwortung |
Taschengeld soll persönliche Wünsche abdecken – nicht notwendige Schul- oder Kleidungskosten.
Die Höhe orientiert sich immer am Einkommen der Familie.
Rechtlicher Rahmen: §110 BGB
Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch regelt im sogenannten „Taschengeldparagraphen“ (§110 BGB) die Wirksamkeit von Verträgen durch Minderjährige.
Kernpunkte:
- Minderjährige dürfen altersübliche Käufe selbstständig tätigen.
- Der Vertrag ist wirksam, wenn er mit eigenen Mitteln bezahlt wird.
- Eltern sind nicht verpflichtet, Fehlkäufe auszugleichen.
„§110 BGB verbindet finanzielle Freiheit mit rechtlicher Verantwortung.“
Größere Anschaffungen bleiben ohne Zustimmung der Eltern unwirksam.
Systematisch vorgehen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Experten empfehlen eine klare Struktur bei der Einführung von Taschengeld.
Schritt 1: Betrag festlegen.
Orientieren Sie sich an Altersrichtwerten.
Schritt 2: Fixen Auszahlungstag bestimmen.
Regelmäßigkeit schafft Verlässlichkeit.
Schritt 3: Ausgabenkategorien definieren.
Taschengeld ersetzt nicht den Familienhaushalt.
Schritt 4: Sparmechanismus einführen.
Beliebt ist das Drei-Töpfe-Prinzip: Ausgeben, Sparen, Spenden.
Schritt 5: Fehler zulassen.
Ist das Geld aufgebraucht, erfolgt keine Zwischenfinanzierung.
Hilfreiche Instrumente:
- Kinderkonto bei Sparkasse oder Volksbank
- Prepaid-Karten für Jugendliche
- Digitale Haushaltsbuch-Apps
- Einfache Budgettabellen
Transparenz ja – permanente Kontrolle nein.
Jugendliche und finanzielle Eigenständigkeit
Mit 14–16 Jahren verändert sich das Modell. Viele Familien übertragen Verantwortung für Mobilfunk oder Freizeitbudget. Banken bieten spezielle Jugendkonten (Jugendkonto) an. Zudem erlaubt das Jugendarbeitsschutzgesetz unter bestimmten Bedingungen Nebenjobs.
Empfohlene Elemente:
- Girokarte mit Limit
- Gemeinsame Budgetgespräche
- Förderung von Ferienjobs
- Sparziele für größere Anschaffungen
Vertrauen ist die Basis finanzieller Reife.
Typische Fehler vermeiden
Auch im strukturierten deutschen Modell treten Probleme auf:
- Unregelmäßige Auszahlung
- Taschengeld als Druckmittel
- Übermäßige Kontrolle
- Ausgleich bei Fehlplanung
Inkonsistenz untergräbt den Lerneffekt.
In Deutschland beginnt die Taschengeldpraxis in der Regel mit 6 Jahren. Die Beträge steigen altersgerecht und werden regelmäßig ausgezahlt. Der rechtliche Rahmen (§110 BGB) stärkt die Eigenverantwortung. Entscheidend sind klare Regeln und Verlässlichkeit. Taschengeld ist keine Belohnung – sondern eine Investition in finanzielle Kompetenz.
