Die Frage der Maklerprovision in Deutschland gehört zu den wichtigsten Themen beim Kauf oder der Miete von Immobilien. Wie das Portal Imowell.de berichtet, haben sich die Regeln nach der Reform geändert, und viele Käufer sind weiterhin unsicher. Im Jahr 2026 gilt eine klare Regel: Wer die Dienstleistung bestellt, bezahlt – jedoch mit wichtigen Ausnahmen. Besonders entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Kauf und Miete. Die Höhe der Provision hängt von der Region und der Art des Geschäfts ab. Im Folgenden – ein praktischer Überblick, der hilft, unnötige Kosten zu vermeiden.
Bestellerprinzip: Wer zahlt die Provision
Das Gesetz Bestellerprinzip Deutschland bedeutet: Derjenige zahlt, der den Makler beauftragt. Diese Regel gilt vor allem für Mietwohnungen. Wenn der Vermieter den Makler engagiert, trägt er die Kosten. Der Mieter zahlt nur, wenn er selbst den Makler beauftragt hat.
Wichtig: Beim Immobilienkauf gilt meist eine andere Regel – die Provision wird häufig zwischen den Parteien aufgeteilt.
Zentrale Punkte:
- Vermieter zahlt den Makler bei Vermietung;
- Mieter zahlt nur bei eigener Beauftragung;
- Beim Verkauf wird die Provision meist 50/50 geteilt;
- Maklervertrag muss schriftlich vorliegen.
„Das Bestellerprinzip hat die Belastung für Mieter reduziert, aber die Provision nicht abgeschafft.“
Wie hoch ist die Maklerprovision in Deutschland
Die Höhe der Maklerprovision Deutschland 2026 variiert je nach Bundesland. Im Durchschnitt liegt sie zwischen 3 % und 7,14 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.). In vielen Regionen wird sie zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.
Tabelle: Provisionen nach Regionen
| Region | Gesamtprovision | Wer zahlt |
|---|---|---|
| Bayern | 7,14% | 50/50 |
| Berlin | 7,14% | 50/50 |
| Nordrhein-Westfalen | 7,14% | 50/50 |
| Hamburg | 6,25% | meist geteilt |
| Sachsen | 3–5% | variabel |
Zu beachten:
- die MwSt. (19%) ist bereits enthalten;
- Provisionen sind verhandelbar, aber selten stark reduzierbar;
- Teilweise übernimmt der Verkäufer einen größeren Anteil.
In der Praxis zahlt der Käufer meist etwa 3–3,57%.
Beispiele zur Berechnung der Provision
Zur besseren Einschätzung folgen konkrete Beispiele.
Beispiel 1: Wohnungskauf
- Kaufpreis: 300.000 €
- Provision: 7,14%
- Anteil Käufer: 3,57%
👉 Ergebnis:
- Provision Käufer: 10.710 €
Beispiel 2: Hauskauf
- Kaufpreis: 500.000 €
- Provision: 6,25%
- Anteil Käufer: 3,125%
👉 Ergebnis:
- Provision Käufer: 15.625 €
- Je höher der Kaufpreis, desto höher die Provision;
- kleine Unterschiede im Prozentsatz bedeuten große Summen;
- Vertragsbedingungen immer genau prüfen.
„Fehler bei der Provisionsberechnung gehören zu den teuersten für Käufer.“
Wie man Maklerkosten reduzieren kann
Die Frage, wie viel der Käufer Makler in Deutschland zahlt, lässt sich aktiv beeinflussen.
Praktische Tipps:
- Immobilien direkt vom Eigentümer suchen;
- über die Provision verhandeln;
- Regionen mit niedrigeren Sätzen wählen;
- mehrere Makler vergleichen;
- Verträge sorgfältig prüfen.
Zusätzlich:
- Verkäufer übernehmen manchmal die gesamte Provision;
- Bei schwacher Marktlage sind Rabatte möglich;
- Bei teuren Objekten steigt der Verhandlungsspielraum.
Einsparungen können mehrere tausend Euro betragen.
FAQ: Häufige Fragen zur Maklerprovision
Wer zahlt die Provision beim Kauf?
In der Regel wird sie zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt.
Kann man ohne Makler kaufen?
Ja, bei direktem Kauf vom Eigentümer.
Ist die Provision verpflichtend?
Nur bei bestehendem Maklervertrag.
Kann man die Provision verhandeln?
Ja, abhängig von Markt und Objekt.
Unterscheidet sich die Provision regional?
Ja, Unterschiede von mehreren Prozent sind möglich.
Die Maklerprovision Deutschland 2026 ist klar geregelt, bleibt aber flexibel. Das Gesetz Bestellerprinzip Deutschland schützt Mieter, während beim Kauf weiterhin relevante Kosten entstehen. Wer regionale Unterschiede kennt und Verträge prüft, kann erheblich sparen. Die wichtigste Regel: vorher rechnen und verhandeln.
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