Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die akut oder chronisch verlaufen kann. Sie entsteht häufig durch falsche Ernährung, Alkohol, Gallensteine oder Virusinfektionen. Die wichtigste Kontrollmaßnahme ist eine richtige Diät und eine rechtzeitige Diagnose. Erste Symptome dürfen nicht ignoriert werden, da eine fortgeschrittene Entzündung zu schweren Komplikationen führen kann. Wenn Sie eine Pankreatitis vermuten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und sich an seriösen Quellen orientieren. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf 4thebike.de
In diesem Artikel finden Sie einen praktischen Plan: Was man essen darf, wie man einen Speiseplan erstellt, wie man Pankreatitis diagnostiziert und Rezidive vermeidet.
Pankreatitis: kurz zum Mechanismus und was im Verdauungssystem „kaputt geht“
Die Bauchspeicheldrüse produziert Enzyme zur Spaltung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten. Bei Pankreatitis werden diese Enzyme in der Drüse aktiviert, beginnen, das Organ selbst zu „verdauen“, und verursachen eine Entzündung. Hauptsymptome: starke Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Gelbfärbung der Haut.
Der Unterschied zwischen akuter und chronischer Pankreatitis:
- Akut – plötzlicher Anfall, der sofortige medizinische Hilfe erfordert.
- Chronisch – allmähliche Schädigung des Gewebes, die zu Enzymmangel und Diabetes führen kann.

Was bei Pankreatitis „verboten“ ist
| Faktor | Warum gefährlich | Ergebnis |
|---|---|---|
| Alkohol | Fördert Enzymaktivierung | Rezidiv, Nekrose |
| Fettreiche Ernährung | Belastet die Bauchspeicheldrüse | Schmerzverstärkung, Durchfall |
| Scharf, frittiert | Reizt die Schleimhaut | Entzündung, Übelkeit |
| Langes Fasten | Stört den Stoffwechsel | Sekretionsstörung |
| Unregelmäßige Ernährung | Erhöht Rezidivrisiko | Chronischer Verlauf |
Wenn Sie noch keinen Arzt konsultiert haben – stoppen Sie zumindest Alkohol und fettreiche Nahrung.
Diät bei akuter Pankreatitis: Was man essen darf
Akute Pankreatitis ist ein „Warnsignal“, bei dem das Organ maximal geschont werden muss. In dieser Phase sollte die Diät extrem schonend sein.
Grundregeln bei akuter Pankreatitis
- Die ersten 24–48 Stunden – Fasten oder sehr schonende Diät (nach ärztlicher Empfehlung).
- Flüssigkeit: Wasser, Kräutertee, schwacher Reisaufguss.
- Langsame Nahrungsaufnahme: zuerst klare Suppen, dann Breie, später mageres Fleisch.
- Kleine Portionen: 5–6 Mahlzeiten täglich.
Was man nach Stabilisierung essen kann
- Reisbrei mit Wasser
- Haferbrei
- Gemüsecremesuppe
- Mageres Fleisch (Huhn, Pute)
- Gekochtes Gemüse
- Eier (nur Eiweiß oder Dampfomelett)
- Kompotte, Gelees ohne Zucker
„Die wichtigste Regel: die Bauchspeicheldrüse nicht mit Fett, Scharfem, Alkohol und Stress überlasten.“

Diät bei chronischer Pankreatitis: Was man täglich essen kann
Chronische Pankreatitis ist nicht nur Schmerz – es geht um langfristige Unterstützung des Körpers. Die Bauchspeicheldrüse kann Funktionsverlust erleiden, daher müssen Enzyme und richtige Ernährung kompensieren.
Grundprinzipien
- Niedriger Fettgehalt
- Kleine Portionen, häufig
- Stabiler Tagesrhythmus
- Ausgewogene Proteine und Kohlenhydrate
- Alkoholverzicht dauerhaft
Tabelle: erlaubt vs. verboten
| Kategorie | Erlaubt | Verboten |
|---|---|---|
| Fleisch | Huhn, Pute, Kaninchen | Schweinefleisch, fettes Fleisch, Wurstwaren |
| Fisch | magere Sorten | fetter Fisch, Konserven |
| Milchprodukte | Kefir, Joghurt, fettarmer Käse | fetter Käse, Sahne |
| Gemüse | Kartoffeln, Karotten, Zucchini | Kohl, Rettich, Zwiebeln |
| Brot | Zwieback, Brot aus Mehl 1. Sorte | frisches Weißbrot, Brötchen |
| Getränke | Wasser, Kompott ohne Zucker | Limonaden, Energydrinks, Alkohol |
Bei chronischer Pankreatitis ist die Diät kein vorübergehender Modus, sondern Lebensstil.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wochenmenü bei Pankreatitis
Das Menü sollte einfach, aber abwechslungsreich sein. Ohne Plan kehrt die Entzündung schnell zurück.
Schrittplan
- Zustand einschätzen: akut oder chronisch, Schmerzen, Durchfall, Übelkeit.
- Basis-Menü definieren: Breie, Suppen, gekochtes Fleisch, Gemüse.
- Makronährstoffverteilung: Proteine 20–25 %, Fett 15–20 %, Kohlenhydrate 55–60 %.
- Liste erlaubter und verbotener Lebensmittel erstellen.
- 5–6 Mahlzeiten täglich planen, je 200–250 g.
Beispiel-Menü für 1 Tag (chronisch)
- Frühstück: Haferbrei mit Wasser, Banane
- Zweiter Frühstück: fettarmer Joghurt
- Mittag: Gemüsecremesuppe, gedämpftes Hühnerfilet
- Nachmittag: gebackener Apfel
- Abend: Reisbrei, gedünstete Zucchini
- Vor dem Schlafen: Gelee
„Bei Pankreatitis zählen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Regelmäßigkeit: 5–6 Mahlzeiten, kleine Portionen.“
Wie man Pankreatitis richtig diagnostiziert: Schritte, Tests und Warnzeichen
Die Diagnose ist kein „Google-Selbsttest“, sondern ein systematischer Ansatz. Viele Symptome ähneln anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes, daher ist ärztliche Abklärung wichtig.
Diagnoseschritte
- Anamnese und Untersuchung: Schmerz, Übelkeit, Risikofaktoren (Alkohol, Gallensteine).
- Labortests:
- Amylase und Lipase (Erhöhung zeigt Entzündung)
- Blutbild (Entzündung, Leukozytose)
- Leberwerte (bei Gallensteinen möglich)
- Ultraschall: Beurteilung der Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Leber.
- CT oder MRT: bei Verdacht auf Komplikationen.
- Endoskopischer Ultraschall (bei Bedarf): zur Diagnose von Steinen oder Veränderungen.
Warnzeichen: sofort ärztlich
- Schmerzen länger als 6 Stunden
- starkes Erbrechen
- Fieber über 38°C
- Gelbfärbung der Haut
- starke Gewichtsabnahme oder Dehydrierung
Selbstmedikation bei Pankreatitis kann lebensgefährlich sein.
Praktische Tipps: Rezidive vermeiden und die Bauchspeicheldrüse schützen
Ein Rezidiv ist die häufigste Ursache für chronischen Verlauf. Um das Risiko zu senken, braucht es keine „Diät-Trends“, sondern konsequentes Verhalten.
Praktische Tipps
- Alkohol vollständig vermeiden
- Gewicht kontrollieren: Übergewicht erhöht das Risiko von Gallensteinen
- Regelmäßige Mahlzeiten: keine Auslassungen
- Ernährungstagebuch führen: Reaktionen auf Lebensmittel dokumentieren
- Genügend Wasser trinken: 1,5–2 Liter täglich (wenn medizinisch erlaubt)
- Blutzucker kontrollieren: chronische Pankreatitis kann Diabetes verursachen
„Pankreatitis ist kein Urteil, aber eine Krankheit, die Fehler in der Ernährung nicht verzeiht.“
Notfallliste: Was tun bei einem akuten Schub?
Wenn Schmerzen auftreten, muss schnell gehandelt werden, um die Situation nicht zu verschlimmern.
Sofortmaßnahmen
- Nicht essen, bis ein Arzt konsultiert wird.
- Wasser in kleinen Schlucken trinken (nicht kalt).
- Seitlich oder mit erhöhtem Oberkörper hinlegen.
- Keine Schmerzmittel ohne Arzt – manche verschlechtern den Zustand.
- Sofort ärztliche Hilfe oder Notruf bei starken Schmerzen.
Bei akuter Pankreatitis zählt Zeit: jede Stunde kann entscheidend sein.
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