Otitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Ohres und geht mit Schmerzen, Hörminderung und Entzündungen einher. Laut medizinischen Übersichten, auf die sich Imowell.de berichtet unter Berufung auf pushkinska.net bezieht, hatten die meisten Erwachsenen und nahezu alle Kinder mindestens einmal im Leben Ohrenschmerzen. Die Erkrankung kann sich rasch entwickeln und ohne Behandlung zu Komplikationen führen.
Wichtig ist zu verstehen, dass Otitis keine einzelne Krankheit ist, sondern eine Gruppe entzündlicher Prozesse mit unterschiedlicher Lokalisation.
Die richtige Vorgehensweise in den ersten Krankheitstagen bestimmt oft die Dauer der Genesung.
In diesem Artikel werden Symptome der Otitis, Ursachen von Ohrenschmerzen sowie zulässige Maßnahmen zur Behandlung zu Hause erläutert.
Was ist eine Otitis und welche Formen gibt es
Otitis ist eine Entzündung des Ohres, die den äußeren Gehörgang, das Mittelohr oder das Innenohr betreffen kann. Das klinische Bild und die Therapie hängen maßgeblich von der Lokalisation der Entzündung ab.
In der Praxis tritt am häufigsten eine Mittelohrentzündung auf, insbesondere nach Erkältungen und Virusinfektionen der Atemwege.
Eine falsche Selbstdiagnose kann zur Chronifizierung führen.

Hauptformen der Otitis:
- Otitis externa – Entzündung des äußeren Gehörgangs
- Otitis media – Entzündung der Paukenhöhle
- Otitis interna (Labyrinthitis) – selten, aber besonders gefährlich
| Form der Otitis | Hauptursachen | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Externa | Wasser, Verletzungen, Bakterien | Schmerz bei Druck |
| Media | Erkältungen, Schnupfen | Stechende Schmerzen |
| Interna | Komplikationen | Schwindel |
„Die meisten schweren Formen der Otitis beginnen mit einer unzureichend behandelten Mittelohrentzündung.“
Hauptsymptome der Otitis und Ohrenschmerzen
Die Symptome der Otitis variieren je nach Form und Stadium der Erkrankung, es gibt jedoch typische Warnzeichen.
Die Schmerzen können dumpf, pulsierend oder stechend sein und sich nachts verstärken.
Das Ignorieren früher Symptome führt häufig zu einer Verschlechterung des Hörvermögens.
Häufige Symptome:
- Ohrenschmerzen
- Druck- oder Völlegefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Ausfluss aus dem Ohr
Weitere mögliche Anzeichen:
- Ohrgeräusche oder Pfeifen
- Kopfschmerzen
- Allgemeine Schwäche
Ohrenschmerzen in Verbindung mit Fieber deuten fast immer auf eine Entzündung hin.
Warum entsteht eine Otitis: zentrale Ursachen
Eine Otitis entsteht selten ohne Auslöser. In den meisten Fällen ist sie eine Folge anderer Erkrankungen oder äußerer Einflüsse.
Häufig gelangt die Infektion bei Schnupfen über die Eustachische Röhre ins Mittelohr.
Besonders gefährdet sind Kinder sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Typische Ursachen:
- virale und bakterielle Infektionen
- Unterkühlung
- Wasser im Ohr
- falsche Ohrenhygiene
- chronische Rhinitis
| Faktor | Risiko |
|---|---|
| Schnupfen | Hoch |
| Schwimmen | Mittel |
| Verletzungen | Hoch |
„Otitis ist meist eine Folgeerkrankung und selten ein isoliertes Problem.“
Otitis zu Hause behandeln: was erlaubt ist
Eine Behandlung der Otitis zu Hause ist nur bei leichten Verläufen und ohne Komplikationen möglich.
Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Entzündung bis zum Arztbesuch zu kontrollieren.
Die häusliche Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Erlaubte Maßnahmen:
- trockene Wärme (ohne Fieber)
- Schmerzmittel
- abschwellende Nasentropfen
- Ruhe und Schonung
Schritt-für-Schritt-Vorgehen bei Ohrenschmerzen:
- Ruhe und Wärme sicherstellen
- Schmerzmittel einnehmen
- Nasentropfen zur Abschwellung anwenden
- Kontakt mit Wasser vermeiden
- Zustand nach 24 Stunden überprüfen
Verschlimmern sich die Schmerzen, muss die Selbstbehandlung beendet werden.
Was man bei Otitis nicht tun sollte
Behandlungsfehler sind eine häufige Ursache für Komplikationen.
Manche Hausmittel können die Entzündung sogar verstärken.
Besonders gefährlich sind Maßnahmen ohne Kenntnis des Zustands des Trommelfells.
Bei Otitis verboten:
- Erwärmen des Ohres bei Fieber
- Einträufeln von Alkohol
- Einnahme von Antibiotika ohne ärztliche Verordnung
- Reinigen des Ohres mit spitzen Gegenständen
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Ungeeignete Tropfen | Verschlechterung |
| Wärmeanwendung | Ausbreitung der Infektion |
„Die wichtigste Regel bei Ohrenschmerzen lautet: keinen zusätzlichen Schaden verursachen.“
Wann ist ein Arztbesuch dringend notwendig
Es gibt Situationen, in denen eine Behandlung zu Hause nicht zulässig ist.
Ein verspäteter Arztbesuch kann zu dauerhaften Hörschäden führen.
Bei Otitis spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle.

Sofort zum Arzt, wenn:
- die Schmerzen länger als zwei Tage anhalten
- hohes Fieber auftritt
- eitriger Ausfluss vorhanden ist
- sich das Hörvermögen verschlechtert
- Schwindel auftritt
Eine frühzeitige Diagnose senkt das Risiko von Komplikationen erheblich.
Vorbeugung von Otitis und Ohrenschmerzen
Die Vorbeugung einer Otitis ist deutlich einfacher als ihre Behandlung.
Die meisten Maßnahmen sind kostengünstig und leicht umzusetzen.
Regelmäßige Prävention reduziert das Entzündungsrisiko erheblich.
Zentrale Empfehlungen:
- Schnupfen rechtzeitig behandeln
- Unterkühlung vermeiden
- Wattestäbchen nicht tief einführen
- Ohren vor Wasser schützen
„Gesunde Ohren sind das Ergebnis konsequenter Pflege, nicht des Zufalls.“
