In der Region Kampanien, einschließlich Neapel, wird ein Anstieg der Infektionen mit dem Hepatitis-A-Virus verzeichnet. Nach offiziellen Angaben sind mindestens 65 Fälle bestätigt, und die Zahl nimmt weiter zu. Die Gesundheitsbehörden führen derzeit epidemiologische Untersuchungen durch. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ADAC.
Was als Infektionsquelle gilt
Nach vorläufigen Erkenntnissen könnte der Ausbruch mit dem Verzehr kontaminierter Meeresfrüchte zusammenhängen. Im Fokus stehen insbesondere rohe oder unzureichend gegarte Produkte.
Angesichts der steigenden Fallzahlen haben die regionalen Behörden Maßnahmen ergriffen: In der Gastronomie ist die Ausgabe von rohen Meeresfrüchten vorübergehend untersagt. Lieferketten und Anbieter werden überprüft.
Wie erfolgt die Ansteckung
Das Hepatitis-A-Virus befällt die Leber und wird über den Darm ausgeschieden. Gelangen Abwässer ins Meer, können sich Erreger in Meeresfrüchten anreichern, was das Infektionsrisiko erhöht.
Darüber hinaus ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich – über den fäkal-oralen Weg, insbesondere bei mangelnder Hygiene.
Hinweise für Reisende
Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage sollten Reisende mögliche Einschränkungen im Gastgewerbe einplanen.
Empfohlen wird:
- auf rohe oder nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel zu verzichten;
- auf konsequente Handhygiene zu achten;
- den Impfschutz gegen Hepatitis A vor der Reise zu überprüfen.
Bei Symptomen wie Fieber, Gelbsucht oder Magen-Darm-Beschwerden sollte medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
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