In der Neujahrsnacht feierten Millionen Menschen in Deutschland den Beginn des Jahres 2026, doch in zahlreichen Städten kam es zu schweren Zwischenfällen. Gemeldet wurden Todesfälle, viele Verletzte, Brände sowie Angriffe auf Einsatzkräfte. Nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten fielen die Folgen der Feiern deutlich gravierender aus als erwartet. Betroffen waren sowohl Zivilisten als auch Polizeibeamte. Die Lage blieb über Stunden angespannt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Тagesschau.
Große Feiern und tödliche Unfälle
Die größten öffentlichen Feiern fanden am Brandenburger Tor in Berlin, im Hamburger Hafen sowie im Zentrum von München statt. Gleichzeitig ereigneten sich in mehreren Regionen schwere Unfälle. In Bielefeld kamen zwei 18-Jährige ums Leben, nachdem selbst gebaute Feuerwerkskörper explodiert waren und tödliche Gesichtsverletzungen verursachten. In der Nähe von Rostock verlor ein 23-jähriger Mann durch die Explosion eines Böllers seine linke Hand und wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. In Leipzig erlitt eine 16-jährige Jugendliche schwere Handverletzungen, als sie versuchte, einen in Deutschland nicht zugelassenen Knallkörper zu entzünden.
Angriffe auf Polizeikräfte in Berlin
In Berlin waren in der Silvesternacht mehr als 4.000 Polizeibeamte im Einsatz. Nach einer ersten Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei kann von einem friedlichen Jahreswechsel nicht gesprochen werden. Zwar blieb es in einigen als gefährlich eingestuften Bereichen ruhiger, dennoch kam es zu zahlreichen Angriffen auf Einsatzkräfte. Mehrere Polizisten wurden dabei verletzt. Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen kam es erneut zu Gewalt.
Hunderte Festnahmen und zahlreiche verletzte Beamte
Berlins Innensenatorin Iris Spranger teilte mit, dass mehr als 420 Personen festgenommen wurden. Rund 30 Polizeibeamte erlitten Verletzungen während ihres Einsatzes. Die Polizei sprach von einem entschlossenen Vorgehen gegen Gewalttäter und bewertete die Einsatzstrategie insgesamt als erfolgreich. Gleichzeitig wurde betont, dass die Justiz die Straftaten nun schnell und konsequent verfolgen müsse. Gewalt blieb eines der prägenden Merkmale der Nacht.
Schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper
In Berlin wurden mehr als 30 Menschen mit schweren Verletzungen infolge des Umgangs mit Feuerwerk in Krankenhäuser eingeliefert. Nach Angaben einer Berliner Unfallklinik mussten bei einigen Betroffenen Finger oder Teile der Hände amputiert werden. Zudem wurden zahlreiche Verbrennungen sowie Gesichts- und Augenverletzungen behandelt. Besonders besorgniserregend war, dass mindestens acht der Verletzten minderjährig waren und zwischen 14 und 17 Jahre alt sind. Ärzte gehen davon aus, dass viele dieser Verletzungen lebenslange Folgen haben werden.
Zwischenfälle in Hamburg und Sachsen
In Hamburg wurden nach ersten Informationen zehn Polizisten verletzt und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Im Stadtteil Steilshoop zündeten größere Menschengruppen Feuerwerkskörper gezielt in Richtung von Wohnhäusern und Einsatzkräften. Auch in Leipzig kam es zu Angriffen auf die Polizei mit Böllern, weshalb in mehreren Vierteln Absperrungen errichtet wurden. In Sachsen, unter anderem in Flöha und Frankenberg, registrierten die Behörden Explosionen und Brandstiftungen, die erhebliche Sachschäden verursachten.
Brände in mehreren Bundesländern
In verschiedenen Bundesländern rückten Feuerwehrkräfte zu zahlreichen Einsätzen aus. In Hagen in Nordrhein-Westfalen gerieten in der Silvesternacht mehrere Hausdächer in Brand und wurden vollständig zerstört. In Erfurt griff ein Feuer auf dem Dach eines historischen Gebäudes am Domplatz auf benachbarte Häuser über. Nach ersten Erkenntnissen könnte Silvesterfeuerwerk die Ursache der Brände gewesen sein. Die Ermittlungen dauern an.
