Im Schweizer Wintersportort Crans-Montana ist es während der Neujahrsfeiern zu einem schweren Brand in einem Nachtlokal gekommen. Nach vorläufigen Angaben der Polizei gelten mehrere Dutzend Menschen als tot, mindestens 100 weitere wurden verletzt. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht, als sich besonders viele Touristinnen und Touristen im Ort aufhielten. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf BBC unter Berufung auf lokale Behörden und Medien.
Was über Ort und Umstände bekannt ist
Crans-Montana liegt im Herzen der Schweizer Alpen, rund zwei Autostunden von Bern entfernt. Der Ferienort ist im Winter für sein lebhaftes Nachtleben bekannt, insbesondere während der Weihnachts- und Neujahrszeit. In dieser Phase sind die Bars und Clubs oft stark frequentiert. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandes in dem Lokal befanden, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Explosion oder Brand: Klärung der Berichte
Erste Meldungen hatten von einer möglichen Explosion in der Bar Constellation gegen 01:30 Uhr Ortszeit gesprochen. Später stellten die Ermittlungsbehörden klar, dass es sich um einen Brand handelte. Die Rettungsdienste untersuchen weiterhin, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Eine offizielle Einschätzung basiert derzeit auf Zeugenaussagen und technischen Untersuchungen.
Angaben zur Bar und zur Zahl der Gäste
Nach Medienberichten bot das Lokal Platz für bis zu 300 Personen und verfügte über eine kleine Terrasse. Es gab ein Obergeschoss mit Fernsehern, in dem Gäste üblicherweise Sportübertragungen, darunter Fußballspiele, verfolgen. Im unteren Bereich befand sich eine Tanzfläche. Wie viele Besucherinnen und Besucher sich in der Neujahrsnacht tatsächlich im Gebäude aufhielten, bleibt unklar.
Informationen zu Toten und Verletzten
Der Polizeichef des Kantons Wallis, Frédéric Guisler, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass „mehrere Dutzend“ Menschen als tot gelten. Nach Angaben des italienischen Außenministeriums unter Berufung auf die Schweizer Polizei könnte die Zahl der Todesopfer bei etwa 40 liegen. Mehr als 100 Personen erlitten Verletzungen, viele davon schwere Verletzungen und schwere Verbrennungen. Die Identifizierung der Opfer dauert an.
Umfang der Rettungsmaßnahmen
Zur Bewältigung der Lage wurden umfangreiche Rettungskräfte eingesetzt. Zehn Hubschrauber, rund 40 Rettungswagen und etwa 150 Einsatzkräfte wurden an den Ort des Geschehens entsandt. Die meisten Verletzten wurden in Krankenhäuser im Kanton Wallis gebracht, deren Intensivstationen inzwischen ausgelastet sind. Die medizinischen Dienste arbeiten weiterhin unter Hochdruck.
Ermittlungen und Stand der Behörden
Staatsanwältin Béatrice Pilloud teilte mit, dass die Umstände des Vorfalls umfassend untersucht werden. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden gibt es keine Hinweise auf einen gezielten Angriff oder einen terroristischen Hintergrund. Der Fokus liegt auf der Klärung der Brandursache sowie der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in dem Lokal. Die Untersuchungen dauern an.
