Am Morgen des 3. Januar berichteten Einwohner der venezolanischen Hauptstadt von einer Serie von Explosionen in mehreren Stadtteilen. Augenzeugen zufolge waren über Caracas Geräusche von Flugzeugen und Hubschraubern zu hören, die in niedriger Höhe flogen. Informationen über den Vorfall verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken, wo Nutzer Videos und Berichte vom Geschehen veröffentlichten. Anwohner erklärten, die Explosionen seien heftig gewesen und hätten über einen gewissen Zeitraum angedauert. Teile der Stadt wurden bereits vor Sonnenaufgang durch laute Detonationen geweckt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Reuters.
Berichte über Schäden und Stromausfälle
Zeugen meldeten zudem das Auftreten mindestens einer großen Rauchwolke innerhalb des Stadtgebiets. Ihren Angaben zufolge kam es in südlichen Stadtteilen von Caracas, in der Nähe eines großen Militärstützpunkts, zu vorübergehenden Stromausfällen. In diesen Gebieten wurden auch Störungen der Kommunikation sowie Einschränkungen im Verkehr beobachtet. Angaben zum Ausmaß möglicher Schäden werden derzeit noch präzisiert. Offizielle Stellen veröffentlichten bislang keine detaillierten Informationen zu den Folgen der Explosionen.
Erklärung des kolumbianischen Präsidenten
Später erklärte der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien, Gustavo Petro, Caracas stehe unter Angriff. In seiner Stellungnahme sagte er, Venezuela werde nach vorliegenden Informationen mit Raketen bombardiert. Der Politiker rief die internationale Gemeinschaft zu einer umgehenden Reaktion auf. Insbesondere forderte er die Organisation Amerikanischer Staaten sowie die Vereinten Nationen auf, dringend ein Treffen einzuberufen. Seinen Worten zufolge erfordert die Lage sofortige internationale Aufmerksamkeit.
Reaktion der USA und Informationen aus Quellen
US-Medien berichteten später unter Berufung auf Quellen in der Administration des US-Präsidenten, dass man in Washington über die Explosionen und die Flüge von Militäraviation über Caracas informiert sei. Eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses lag zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht vor. Auch vonseiten der venezolanischen Regierung gab es zunächst keine bestätigten Erklärungen. Journalisten weisen darauf hin, dass die Informationen aus unterschiedlichen Quellen stammen und weiterer Überprüfung bedürfen.
Berichte über Angriffe und weitere Eskalation
Im weiteren Verlauf tauchten Berichte auf, wonach der US-Präsident angeblich Angriffe auf Ziele in Venezuela, darunter militärische Einrichtungen, angeordnet habe. Diese Entscheidung wird in den Berichten mit einem verstärkten Druck auf das Regime von Nicolás Maduro in Verbindung gebracht. Zudem heißt es, die USA hätten zuletzt ihre Sanktionen ausgeweitet und ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Erwähnt werden auch Angriffe auf Schiffe, die mutmaßlich in illegale Handelsaktivitäten im Pazifik und in der Karibik verwickelt sind. Vor diesem Hintergrund wurden Informationen über die Verhängung des Ausnahmezustands in Venezuela sowie eine weitere Zuspitzung der Lage in der Region bekannt.
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