Heftiges Winterwetter hat nahezu ganz Deutschland erfasst. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneefällen, Glätte und schwierigen Verkehrsbedingungen in vielen Regionen. Auf der Warnkarte dominieren gelbe und orangefarbene Bereiche, die auf eine erhöhte Gefahrenlage hinweisen. Verkehrsteilnehmer und Fußgänger werden zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Die winterlichen Bedingungen haben bereits zu zahlreichen Unfällen geführt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf t-online.
Schneefälle im Norden des Landes
In der nördlichen Hälfte Deutschlands gelten Warnungen vor anhaltendem Schneefall. Betroffen sind unter anderem die Norddeutsche Tiefebene, der Norden Niedersachsens sowie die Region Havelland. In vielen Gebieten werden Schneemengen zwischen fünf und zehn Zentimetern erwartet, was der gelben Warnstufe entspricht. In einzelnen Regionen wurde die Warnung auf Orange angehoben. Zwischen Hamburg und Bremen könnten laut Prognosen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen.
Glättegefahr und zahlreiche Unfälle
Bundesweit besteht eine erhöhte Gefahr durch Glatteis. Ursache sind Eisregen, Schnee und Schneematsch auf den Straßen. Kritische Wetterbedingungen werden zunächst bis Samstagmorgen erwartet und treten anschließend erneut in der Nacht sowie bis Sonntag auf. Bereits am Freitagabend kam es infolge der Glätte zu zahlreichen Verkehrsunfällen. In mehreren Regionen war der Verkehr zeitweise stark beeinträchtigt.
Starker Wind und winterliche Gewitter im Norden
Im Norden Deutschlands wird mit windigem Wetter gerechnet, örtlich sind stürmische Böen möglich. Entlang der Nordseeküste können am Abend besonders starke Windböen auftreten. Zudem sind in der Nordhälfte kurze winterliche Gewitter nicht ausgeschlossen. Diese können mit Graupel oder Schnee einhergehen und von kräftigen Windböen begleitet werden. Meteorologen warnen vor lokal raschen Wetterverschlechterungen.
Strenger Frost im Süden und in den Bergen
Die winterliche Wetterlage wird durch ein Tiefdruckgebiet über der Insel Gotland in der Ostsee verursacht. Es führt kalte polare Meeresluft sowie unbeständige und windige Bedingungen nach Deutschland. Am Sonntag sind im Nordwesten und in den Mittelgebirgen weitere Schneefälle möglich, innerhalb kurzer Zeit könnten bis zu fünf Zentimeter Neuschnee fallen. In der Nacht zum Sonntag werden im Süden des Landes strenge Fröste erwartet. Die Temperaturen können auf bis zu minus 15 Grad sinken, in den Alpen örtlich noch tiefer.
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