Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat den Rückruf mehrerer Chargen von Babynahrung angekündigt, nachdem ein potenzielles Risiko bei einem verwendeten Inhaltsstoff festgestellt wurde. Betroffen sind Produkte der Marken Beba und Alfamino, die in Deutschland verkauft wurden. Nach Angaben des Unternehmens stammt der betreffende Inhaltsstoff von einem externen Lieferanten. Dieser könnte mit dem Toxin Cereulid belastet sein, das von dem Bakterium Bacillus cereus gebildet wird. Der Rückruf erfolgt vorsorglich. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Нessenschau.
Mögliche gesundheitliche Auswirkungen
Nach Angaben von Nestlé kann Cereulid gesundheitliche Beschwerden verursachen. Zu den beschriebenen Symptomen zählen Durchfall, Erbrechen sowie ungewöhnliche Müdigkeit. Diese können innerhalb von 30 Minuten bis zu sechs Stunden nach dem Verzehr auftreten. Das Unternehmen betont, dass kein Anlass zur Sorge besteht, wenn diese Symptome nicht auftreten. Bislang wurden keine bestätigten Krankheitsfälle gemeldet.
Welche Produkte betroffen sind
Vom Rückruf betroffen sind verschiedene Arten von Babynahrung in Pulver- und Flüssigform. Die Produkte werden in Dosen, Kartons und Flaschen angeboten. Dazu gehören Säuglingsmilchnahrungen sowie Spezialnahrungen für Babys mit Unverträglichkeiten. Der Rückruf beschränkt sich auf einzelne Chargen mit bestimmten Losnummern und Mindesthaltbarkeitsdaten.
Maßnahmen des Unternehmens und behördliche Kontrolle
Nestlé teilt mit, eng mit den zuständigen deutschen Behörden zusammenzuarbeiten, um die betroffenen Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Das Unternehmen hebt hervor, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden von Säuglingen oberste Priorität haben. Verbraucherschützer von Foodwatch übten unterdessen Kritik und forderten mehr Transparenz. Nestlé erklärt, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt.
Hinweise für Eltern und Verbraucher
Eltern, die betroffene Produkte mit den entsprechenden Chargen- und Haltbarkeitsangaben gekauft haben, werden gebeten, diese nicht zu verwenden. Die Produkte können an der Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet. Eltern, die sich Sorgen um die Gesundheit ihres Kindes machen, wird empfohlen, ärztlichen Rat bei einem Kinderarzt einzuholen. Eine Übersicht der betroffenen Produkte mit Chargennummern sowie eine Service-Hotline sind auf der Website des Unternehmens veröffentlicht.
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