In Minneapolis ist eine 37-jährige Frau bei einem Schusswechsel mit Beamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ums Leben gekommen. Bei der Getöteten handelt es sich um die US-Bürgerin Rene Nicole Good, Mutter von drei Kindern, die erst seit weniger als einem Jahr in Minnesota lebte. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen im Rahmen eines föderalen Einsatzes. Das Geschehen löste eine breite öffentliche Debatte und unterschiedliche Bewertungen durch Behörden und Augenzeugen aus. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf CNN.

Ablauf der Schießerei in Minneapolis
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden eröffnete ein ICE-Beamter das Feuer auf das Fahrzeug von Rene Good, nachdem es auf einer verschneiten Straße zu einer Konfrontation gekommen war. Das Heimatschutzministerium erklärte, die Frau habe versucht, ihr Auto als Waffe einzusetzen und auf einen Beamten zuzufahren. Daraufhin habe der Einsatzkräfte geschossen. Ein Video des Vorfalls wurde veröffentlicht und wird seither auf lokaler wie nationaler Ebene diskutiert.
Reaktionen der Behörden und offizielle Stellungnahmen
Vertreter des Bundesstaates und der Stadt bestätigten die Darstellung von Notwehr auf Bundesebene nicht. Lokale Behörden betonten, dass der Einsatz tödlicher Gewalt umfassend geprüft werden müsse. Zusätzlich rückte die Entsendung von rund 2.000 Bundesbeamten im Rahmen verschärfter Maßnahmen gegen illegale Einwanderung in den Fokus. Diese Einsätze hatten bereits zuvor in mehreren US-Städten für Spannungen gesorgt.
Wer war Rene Nicole Good
Rene Good wurde im Bundesstaat Colorado geboren und verbrachte dort den Großteil ihres Lebens. Im vergangenen Jahr zog sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten nach Minnesota. Sie war Mutter von drei Kindern: zwei Jugendlichen aus erster Ehe sowie einem sechsjährigen Sohn, dessen Vater im Jahr 2023 verstarb. Angehörige beschrieben sie als fürsorgliche Mutter mit einem bewegten und nicht immer einfachen Lebensweg.
Persönliches Leben und Interessen
Nach Aussagen von Freunden und Familienmitgliedern schrieb Good Gedichte und Texte und hatte eine große Leidenschaft für Musik. In jungen Jahren nahm sie an christlichen Missionsreisen teil und sang im Schulchor. Später studierte sie Gesang und schloss ein Studium der englischen Literatur ab. In sozialen Netzwerken bezeichnete sie sich selbst als Dichterin, Autorin und Mutter.
Öffentliche Reaktionen und Gedenkaktionen
Nach der Schießerei versammelten sich Anwohner nahe dem Tatort zu einer spontanen Gedenkveranstaltung. Menschen legten Blumen und Kerzen nieder und äußerten ihren Protest gegen das Vorgehen der Einwanderungsbehörde. Dabei skandierten Teilnehmer den Namen der Verstorbenen und forderten Konsequenzen. Die Stadtverwaltung rief zur Besonnenheit auf und mahnte, eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Haltung der Führung Minnesotas
Der Gouverneur von Minnesota sprach der Familie der Getöteten sein Beileid aus und erklärte, man werde alles daransetzen, den Vorfall vollständig aufzuklären. Die Landesregierung betonte, dass die Ermittlungen alle Umstände des Einsatzes klären müssten. Auch der Bürgermeister von Minneapolis wandte sich an die Bevölkerung und appellierte an Ruhe und Zusammenhalt angesichts der angespannten Lage.