Mitte Januar wird Berlin aufgrund eines Warnstreiks der Polizei und der Ordnungsämter mit einer eingeschränkten Durchsetzung der öffentlichen Ordnung konfrontiert sein. Die Aktion steht in direktem Zusammenhang mit dem Scheitern der Tarifverhandlungen über die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Der Streik soll fast zwei Tage dauern und mehrere zentrale Orte der Stadt betreffen. Für Einwohner und Besucher der Hauptstadt bedeutet dies mögliche Verzögerungen, Änderungen im Verkehr sowie eine ungewöhnliche Situation beim Parken. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf dpolg.berlin.

Warum die Beschäftigten in den Streik treten
Die Tarifverhandlungen für die Jahre 2025–2026 sind bereits nach der ersten Runde ins Stocken geraten. Die Arbeitgeber legten keine Zugeständnisse vor, was bei den Gewerkschaften auf scharfe Kritik stieß. Die Beschäftigten sehen ihre Arbeit als unzureichend gewürdigt an, insbesondere angesichts der hohen Belastung und Verantwortung. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung getroffen, mit einer öffentlichen Aktion Druck auszuüben. Der Warnstreik soll den Umfang der Unzufriedenheit und den Zusammenhalt der Belegschaft verdeutlichen.
Zentrale Forderungen der Streikenden
Noch vor Beginn der Aktionen haben die Gewerkschaften ihre Forderungen klar formuliert. Dabei geht es nicht nur um höhere Löhne, sondern auch um eine grundsätzliche Neubewertung der Entlohnung. Zu den wichtigsten Punkten zählen:
- Erhöhung der Gehälter um 7 %, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat;
- Anhebung der Vergütung für Studierende, Auszubildende und Praktikanten um 200 Euro;
- Erhöhung der Zulagen nach TV-L um jeweils 20 Prozentpunkte;
- Verkürzung der Laufzeit des neuen Tarifvertrags auf 12 Monate.
Die Gewerkschaften betonen, dass es dabei nicht nur um Geld, sondern auch um Anerkennung der geleisteten Arbeit geht.
Zeitplan des Streiks und Orte der Kundgebungen
Der Warnstreik folgt einem klar definierten Zeitrahmen. Für die Berliner Polizei beginnt er mit den Nachtschichten am 14. Januar und endet nach den Nachtschichten am 16. Januar. Die Beschäftigten der Ordnungsämter beteiligen sich im Laufe des 15. Januar. Höhepunkte sind zwei Kundgebungen — eine am Bundesrat und eine weitere auf dem Platz der Luftbrücke. In diesen Zeitfenstern ist mit den größten Einschränkungen und Menschenansammlungen zu rechnen.
Wie sich Autofahrer und Anwohner am Streiktag verhalten sollten
Der 15. Januar erfordert eine etwas sorgfältigere Planung als gewöhnlich. Erstens sollte nicht davon ausgegangen werden, dass Parkverstöße generell nicht geahndet werden, da eine kostenlose Parkregelung offiziell nicht angekündigt wurde. Zweitens empfiehlt es sich, die Verkehrsführung vorab zu prüfen. Drittens sollte zusätzliche Zeit für Wege eingeplant werden. Viertens ist es ratsam, aktuelle Hinweise der Stadt zu verfolgen.
Schrittweise lässt sich dies wie folgt umsetzen:
- morgens am 15. Januar die Verkehrsbeschränkungen prüfen;
- eine alternative Route oder den öffentlichen Nahverkehr wählen;
- das Parken in zentralen Stadtteilen möglichst vermeiden;
- zusätzliche Zeit für Fahrten einplanen.
Auswirkungen des Streiks auf Parken und Verkehr
Besonders viele Fragen betreffen das Thema Parken. In einzelnen Bezirken könnte die Kontrolle zeitweise eingeschränkt sein, die geltenden Regeln bleiben jedoch bestehen. Zudem sind Staus in der Nähe der Kundgebungen sowie vorübergehende Änderungen im öffentlichen Nahverkehr möglich. Auch Taxis und Lieferdienste könnten nur eingeschränkt verfügbar sein. All dies macht den 15. Januar zu einem Tag, an dem Vorsicht und gute Planung besonders wichtig sind.
Sie könnten interessiert sein: in Deutschland weitet ver.di die Proteste aus: Wie Schulen, Kindergärten und andere staatliche Einrichtungen am 15. Januar funktionieren werden
