Ab dem 15. Januar 2026 führt die Lufthansa Group deutlich verschärfte Regeln für den Transport von tragbaren Ladegeräten an Bord ihrer Flugzeuge ein. Die Entscheidung basiert auf einer Neubewertung der Risiken, die von Lithium-Ionen-Batterien bei Überhitzung oder Beschädigung ausgehen. Nach Angaben der Airline stellen solche Geräte weiterhin ein unterschätztes Sicherheitsrisiko während des Fluges dar. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Vorschriften in diesem Bereich angepasst. Lufthansa zählt nun zu den Anbietern mit besonders strengen Vorgaben. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Chip.
Verbot der Nutzung und des Aufladens von Powerbanks während des Fluges
Nach den neuen Bestimmungen ist es Passagieren untersagt, portable Ladegeräte während des gesamten Fluges zu nutzen oder aufzuladen. Die Regelung gilt für alle Flüge der zur Lufthansa Group gehörenden Airlines. Pro Passagier dürfen maximal zwei Powerbanks mitgeführt werden. Diese müssen sich ausschließlich im Handgepäck befinden. Der Transport von Powerbanks im aufgegebenen Gepäck ist vollständig untersagt.
Vorgaben zur Aufbewahrung an Bord
Die Lufthansa Group definiert zudem klar, wo tragbare Ladegeräte während des Fluges aufbewahrt werden dürfen. Powerbanks können in der Sitztasche des Vordersitzes, am Körper – etwa in einer Tasche – oder im Handgepäck unter dem Vordersitz verstaut werden. Die Ablage in den oberen Gepäckfächern ist nicht erlaubt. Die gleichen Sicherheitsregeln gelten auch für elektronische Zigaretten. Ziel ist es, der Crew im Ernstfall einen schnellen Zugriff zu ermöglichen.
Kapazitätsgrenzen und Ausnahmen
Für Powerbanks mit einer Kapazität zwischen 100 und 160 Wattstunden ist eine vorherige Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich. Geräte mit höherer Kapazität sind in der Regel nicht zugelassen. Akkus, die aus medizinischen Gründen benötigt werden, können von diesen Vorgaben ausgenommen sein. In solchen Fällen empfiehlt Lufthansa eine frühzeitige Abstimmung vor Reiseantritt. Die Airline weist darauf hin, dass die Einhaltung der Regeln zwingend erforderlich ist.
Warum Lithium-Ionen-Batterien als Sicherheitsrisiko gelten
Lithium-Ionen-Batterien können sich bei Kurzschluss, mechanischer Beschädigung oder Überhitzung entzünden. Solche Vorfälle lassen sich in der Kabine schneller erkennen und eindämmen als im Frachtraum. Aus diesem Grund schreiben internationale Sicherheitsvorgaben seit Jahren vor, lose Batterien ausschließlich im Handgepäck zu transportieren. Die Lufthansa Group setzt diese Empfehlungen um und verschärft ihre internen Vorschchriften weiter. Der Schutz von Passagieren und Besatzung steht dabei im Mittelpunkt.
Unterschiedliche Regelungen bei anderen Fluggesellschaften
Der Umgang mit Powerbanks unterscheidet sich je nach Airline. Einige Fluggesellschaften erlauben deren Nutzung abhängig von der Bordstromversorgung, andere untersagen das Aufladen während des Fluges vollständig. Einheitlich sind meist die Vorgaben zum Handgepäck und zu den Kapazitätsgrenzen. Im Vergleich dazu zählt die Lufthansa Group mit ihrem vollständigen Nutzungs- und Ladeverbot zu den strengsten Anbietern. Damit setzt die Airline neue Maßstäbe bei den Sicherheitsanforderungen an Bord.
