Nach dem Flugzeugabsturz auf der indonesischen Insel Sulawesi konnten Rettungskräfte bis Samstag lediglich eine tote Person bergen. Das Flugzeug stürzte in schwer zugänglichem Berggebiet ab, was die Such- und Rettungsarbeiten erheblich erschwert. Wrackteile wurden an den Hängen des Berges Bulusaraung in der Provinz Süd-Sulawesi entdeckt. Die Suche dauert an, wird jedoch durch Wetterbedingungen und das unwegsame Gelände stark behindert. Neun Menschen gelten weiterhin als vermisst. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Eine Leiche am Unglücksort entdeckt
Die Leiche wurde in unmittelbarer Nähe der Flugzeugtrümmer in rund 200 Metern Tiefe an einem Berghang gefunden. Nach Angaben des Leiters der Such- und Rettungsdienste in Makassar befand sich der Tote direkt zwischen den Wrackteilen des abgestürzten Flugzeugs. Die Identität des Opfers ist bislang nicht offiziell bestätigt. Der Zugang zur Fundstelle gestaltete sich äußerst schwierig. Die Bergung erfolgte unter eingeschränkter Sicht und hohem Risiko für die Einsatzkräfte.

Zehn Menschen an Bord des Flugzeugs
Nach offiziellen Angaben befanden sich zehn Personen an Bord des Turboprop-Flugzeugs vom Typ ATR 42-500. Darunter waren drei Staatsbedienstete des indonesischen Ministeriums für Meeresangelegenheiten und Fischerei sowie sieben Crewmitglieder. Nach dem Fund eines Todesopfers gelten neun Personen weiterhin als vermisst. Über ihr Schicksal liegen bislang keine gesicherten Informationen vor. Die Rettungskräfte durchsuchen weiterhin alle potenziellen Absturzstellen.
Wrackteile über Bergregion verteilt
Bereits zuvor hatten Suchteams einzelne Trümmerteile in den Kalksteinbergen von Bantimurung nahe der Stadt Makassar entdeckt. Gefunden wurden unter anderem Teile des Rumpfes sowie Fragmente der Bug- und Hecksektion. Die Wrackteile liegen über steile und rutschige Hänge verteilt, was die Bergung und Untersuchung erheblich erschwert. Die Einsatzkräfte müssen sich teils zu Fuß und mit alpiner Ausrüstung fortbewegen. Jede Bewegung birgt zusätzliche Gefahren.
Mehr als 1000 Einsatzkräfte im Einsatz
An der Such- und Rettungsaktion sind mehr als 1000 Einsatzkräfte beteiligt. Neben Bodenteams kommen auch Luftfahrzeuge wie Hubschrauber und Flugzeuge zum Einsatz. Aus der Luft werden schwer zugängliche Gebiete überwacht, die vom Boden aus nicht erreichbar sind. Die Teams arbeiten in Schichten, um die Suche ohne Unterbrechung fortzusetzen. Die Behörden betonen, dass der Einsatz bis zur endgültigen Klärung weitergeführt wird.
Wetter erschwert die Rettungsarbeiten
Die Rettungsarbeiten finden unter widrigen Wetterbedingungen statt. Starker Regen, dichter Nebel und instabiler Untergrund behindern den Einsatz erheblich. Die schlechte Sicht schränkt insbesondere die Möglichkeiten der Luftunterstützung ein. Zudem erhöhen rutschige Berghänge das Risiko für die Bodenteams. Die Einsatzleitung ruft alle Beteiligten zu äußerster Vorsicht auf. Der Schutz der Rettungskräfte hat oberste Priorität.
Letzte bekannte Daten zum Flugverlauf
Das Flugzeug war von Yogyakarta auf der Hauptinsel Java nach Makassar auf Sulawesi unterwegs. In der Endphase des Flugs stellten die Fluglotsen eine Abweichung vom vorgesehenen Anflugkurs fest. Dem Piloten wurden entsprechende Korrekturanweisungen übermittelt, kurz darauf brach der Funkkontakt jedoch vollständig ab. Das indonesische Verkehrsministerium bestätigte den plötzlichen Verlust der Funkverbindung. Die Ursache des Absturzes ist bislang nicht offiziell geklärt.
