Die Berliner Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann ist am Mittwoch, dem 23. Januar 2026, im Alter von 76 Jahren gestorben. Dies bestätigte ihre Familie gegenüber einer deutschen Nachrichtenagentur. Mann war sowohl in der DDR als auch in Westdeutschland bekannt, ihre Bühnenkarriere dauerte mehr als ein halbes Jahrhundert. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf tagesschau.
Wer war Angelika Mann
Angelika Mann wurde in Berlin geboren und war schon früh eng mit der Musik verbunden. In ihrer Kindheit spielte sie mehrere Stunden täglich Klavier, in der Jugend interessierte sie sich sowohl für klassische Musik als auch für moderne Klänge und hörte Bach ebenso wie die Beatles. Trotz ihrer starken musikalischen Neigung absolvierte sie nach dem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung in einer Apotheke. Dort sang sie nach eigenen Angaben während der Mittagspausen häufig für ihre Kolleginnen und Kollegen.
Was ihr Bekanntheit in der DDR brachte
Ein breites Publikum in der DDR erreichte Angelika Mann in den 1970er-Jahren. Dazu trugen unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Sänger und Komponisten Reinhard Lakomy sowie regelmäßige Fernsehauftritte bei. Ihre markante Stimme ist auf der Kinder-Schallplatte „Traumzauberbaum“ zu hören, die sich millionenfach verkaufte und zu den bekanntesten musikalischen Werken dieser Zeit zählt. Zudem trat sie gemeinsam mit Manfred Krug und der Jazzsängerin Uschi Brüning auf.
Karriere und Bühnenimage
Aufgrund ihrer Körpergröße von 1,49 Metern erhielt Angelika Mann den Spitznamen „die Lütte“. Sie arbeitete nicht nur als Sängerin, sondern auch als Kabarettistin, Fernsehmoderatorin und Theaterschauspielerin. Über Jahrzehnte hinweg blieb Mann eine prägende Figur auf Musik- und Theaterbühnen und verband Gesang, Schauspiel und Bühnenerfahrung.
Wechsel in den Westen und Theaterarbeit
Mitte der 1980er-Jahre verließ Angelika Mann die DDR, nachdem sie einen Ausreiseantrag gestellt hatte, und setzte ihre Karriere in West-Berlin fort. Dort konnte sie sich rasch etablieren und neue Anerkennung gewinnen. Zu den bekanntesten Arbeiten dieser Phase zählte ihre Rolle als Lucy in der „Dreigroschenoper“ am Theater des Westens, die beim Publikum großen Erfolg hatte.
Rückkehr nach dem Mauerfall
Nach dem Fall der Berliner Mauer kehrte Angelika Mann gern auf die Bühnen Ostdeutschlands zurück. Sie arbeitete weiterhin im Theater, im Film und im Fernsehen und blieb bis zuletzt aktiv. Mann trat regelmäßig auf Musik- und Theaterbühnen auf und war bis zum Ende eine feste Größe im Kulturbetrieb.
