Der frühere Scorpions-Bassist Francis Buchholz ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde von seiner Familie in einem Beitrag auf Facebook veröffentlicht. In dem Text heißt es, der Musiker sei am Donnerstag nach einem langen Kampf gegen Krebs gestorben. Die Familie betonte, er habe diese Welt friedlich verlassen und sei dabei von Liebe umgeben gewesen. Außerdem schrieben die Angehörigen: „Unsere Herzen sind gebrochen“, und verwiesen darauf, dass sie ihn während seiner Krankheit eng begleitet hätten. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ndr.
Wer war Francis Buchholz
Francis Buchholz war ein Musiker aus Hannover, der viele Jahre als Bassist bei den Scorpions spielte. In der Mitteilung der Familie heißt es, er sei „gestern“ nach einem langen Kampf gegen eine Krebserkrankung gestorben. Die Angehörigen beschrieben die letzten Monate als eine schwere Zeit, die sie gemeinsam durchstanden hätten, indem sie ihn Tag für Tag unterstützten. Ihren Worten zufolge habe Buchholz seine Familie genau dazu angehalten, in schwierigen Momenten zusammenzuhalten. Nach der Nachricht über seinen Tod enthielt der Beitrag auch Dank an alle, die ihm während der Krankheit geholfen und beigestanden hätten.
Was über ihn bekannt ist: Rolle in der erfolgreichsten Scorpions-Phase
Buchholz gehörte von 1973 bis 1992 zur Besetzung der Scorpions und zählte in den Jahren mit dem größten kommerziellen und live geprägten Aufschwung zu den zentralen Bandmitgliedern. In dem Ausgangstext wird betont, dass sein präziser, energischer und melodischer Stil das Klangbild der Gruppe mitprägte. Sein Beitrag wird dort mit der Zeit des weltweiten Durchbruchs in Verbindung gebracht, ebenso mit Songs, die als Klassiker gelten, darunter „Rock You Like a Hurricane“ und „Wind of Change“. Außerdem wird die Scorpions-Welttournee 1984 erwähnt, die Auftritte in großen Venues umfasste, darunter der Madison Square Garden in New York sowie Konzertstationen in Los Angeles. Weiter heißt es, Buchholz habe bis 1992 mit der Band gespielt, bevor seine Geschichte mit den Scorpions in eine konfliktreiche Phase überging.
Unschönes Ende in der Band und Rechtsstreit
Die Zeit von Buchholz bei den Scorpions endete laut Text mit Spannungen, die 1992 zur Trennung führten. Als Grund werden dort Streitigkeiten über das Management der Band und die Art der Bandführung genannt. Der Konflikt blieb nicht intern, sondern mündete in ein Gerichtsverfahren. Erwähnt wird, dass der Fall vor verschiedenen Gerichten verhandelt wurde und bis zum Bundesgericht gelangte. Nach dem Ausstieg arbeitete Buchholz demnach zunächst als Berater, kehrte später jedoch wieder zu musikalischen Projekten zurück. Der Text stellt heraus, dass dieser Abschnitt für ihn einen neuen Abschnitt außerhalb des Kern-Line-ups markierte.
Von Hannover in die Welt: frühe Jahre und Projekte nach den Scorpions
Buchholz wurde am 19. Februar 1954 in Hannover geboren und spielte Anfang der 1970er Jahre in der Band Dawn Road. Dort waren laut Text Uli Jon Roth, Jürgen Rosenthal und Achim Kirschning seine Mitmusiker, bevor diese Formation gemeinsam mit Klaus Meine und Rudolf Schenker in die Geschichte der Scorpions-Entstehung einging. Im Ausgangsmaterial wird Buchholz als einer der einflussreichsten deutschen Rock-Bassisten seiner Generation bezeichnet. Nach seinem Weggang von den Scorpions arbeitete er unter anderem mit Michael Schenker, dem jüngeren Bruder von Rudolf Schenker, zusammen, etwa am Song „Temple of Rock“, danach folgten weitere Alben. Zudem heißt es, Buchholz hinterlasse seine Ehefrau Hella und drei Kinder.
