Am Samstag, den 25. Januar 2026, ist Gerd Knebel, bekannter Musiker, Komiker und Schauspieler, im Alter von 72 Jahren verstorben. Der Tod wurde von seiner Partnerin im Label Badesalz, Henny Nachtsheim, bekanntgegeben. Laut einer gemeinsamen Erklärung der Familie und Nachtsheim starb Knebel „friedlich und würdevoll im Kreise seiner Angehörigen nach langer Krankheit durch Krebs“. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf spiegel.
Karriere und künstlerisches Schaffen
Gerd Knebel erlangte in den 1980er Jahren Bekanntheit als Sänger der Gruppe Flatsch. 1983 veröffentlichte er mit der Band das Lied „Heile, Heile“, das ein mögliches Unglück im Kernkraftwerk Biblis (Hessen) thematisierte. Später wurde Knebel als Mitglied des Comedy-Duos Badesalz zusammen mit Henny Nachtsheim berühmt.
In den 1990er Jahren erlangte das Duo deutschlandweite Popularität durch die TV-Serien „Ooh, Joh“ (ARD, 1990) und „Comedy-Geschichten“ (Sat.1, 2000). Das Album „Nicht ohne meinen Pappa“ (1991) war das erste deutschsprachige Spoken-Word-Album seit 1983, das in die Charts gelangte. 1998 erhielt das Duo den Echo Award. Badesalz trat beim Festival „Rock am Ring“ und in der beliebten Sendung „Wetten, dass..?“ auf. Ende 2024 veröffentlichten sie einen Neujahrssong.
Literarisches Schaffen
Knebel war auch Autor. 2018 erschien sein Roman „Wörld of Drecksäck“, in dem er große und kleine Übeltäter auf satirische Weise beleuchtete. 2024 veröffentlichte er das Buch „Freundschaft im Abseits“, das eine ungewöhnliche Freundschaft thematisiert. Zuvor hatte er Erfolg mit dem gleichnamigen Monolog-Stück „Wörld of Drecksäck“.
Privatleben
Knebel hatte zwei Kinder und lebte im Süden Hessens. Bei ihm wurde vor mehr als einem Jahr Krebs diagnostiziert. Nach Angaben von Nachtsheim konnte er trotz Krankheit weiterhin aktiv arbeiten und fühlte sich phasenweise relativ wohl. Gemeinsam produzierten sie einen 12-teiligen Podcast „Geschichte von Badesalz“, der in den kommenden Monaten veröffentlicht wird.
In der Erklärung der Familie und Nachtsheim heißt es: „Er verlor nie seinen Humor und brachte uns selbst in den schwersten Momenten zum Lachen. Sein Verlust ist riesig, unsere Herzen sind voller Trauer.“ In ihrem Blog schrieb Nachtsheim: „Selbst in den letzten Minuten seines Lebens brachte er uns zum Lachen.“
