Der starke Anstieg der Goldpreise zieht sowohl Investoren als auch die Schmuckbranche in den Fokus. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich der Goldpreis verdoppelt, was neue Chancen für Banken und Investoren schafft, gleichzeitig aber die Arbeit der Juweliere erschwert. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf fnp.de.
Gold als Investition und Rohstoff
Christian Rauch, Geschäftsführer von Degussa, betont, dass dieser Preissprung ein außergewöhnliches Ereignis in der langfristigen Geschichte des Metalls ist. Im Gegensatz zu Aktien ist Gold nicht vom finanziellen Zustand von Unternehmen abhängig und behält stets seinen Wert.
Gold wird nicht nur in der Schmuckherstellung verwendet. Es kommt in der Medizin für Zahnkronen, in der Elektronik sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie zum Einsatz. Gold dient seit über 2500 Jahren als Zahlungsmittel – von den Kreusiden des Krösus bis hin zu modernen Münzen und Barren.
Nachfrage und begrenzte Ressourcen
Die weltweiten Goldvorräte werden auf 208.874 Tonnen geschätzt, zusätzlich sind wirtschaftlich förderbare Vorkommen von 55.000 bis 64.000 Tonnen vorhanden. Begrenzte Ressourcen und hohe Nachfrage bestimmen den Marktpreis.
Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank zeigt einen 12,5 Kilogramm schweren Goldbarren, den Besucher täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr besichtigen können.
Herausforderungen für die Schmuckbranche
Steigende Preise erschweren die Arbeit der Goldschmiede. Marc-Jens Bigel, Inhaber einer Frankfurter Schmuckmanufaktur, erklärt, dass die Planung von Kollektionen aufgrund der Preisvolatilität zunehmend schwieriger wird. Gold ist nun oft teurer als Platin, was das Preisverhältnis auf dem Markt verändert.
Dennoch bleiben die Verkaufszahlen stabil, da Kunden handwerkliche Qualität schätzen und bereit sind, dafür zu zahlen. Auch die Nachfrage nach Schmuck aus Altgold ist gestiegen.
Gold in den Händen der Investoren
Investoren und Banken profitieren erheblich: Physisches Gold, ETFs und Schmuck sind gefragte Instrumente zur Kapitalerhaltung. Besonders junge Erwachsene zwischen 25 und 30 Jahren zeigen starkes Interesse am Erwerb von Barren und Münzen.
Die Goldreserven der Deutschen Börse nehmen ab, was den aktiven Handel und die hohe Nachfrage sowohl von Privat- als auch Firmenkunden widerspiegelt.
