In Frankreich sind zwei Säuglinge gestorben, die Babymilchpulver des Unternehmens Nestlé erhalten hatten. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Produkt und den Todesfällen ist bislang nicht nachgewiesen. Die Behörden führen eine offizielle Untersuchung durch. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf web.de.
Guigoz-Produkte wurden vom Markt genommen
Nach den Todesfällen erklärte das französische Gesundheitsministerium, dass es bisher keine Beweise für einen direkten Einfluss der Babynahrung auf die Symptome der Säuglinge gebe. Beide Fälle betreffen Produkte der Marke Guigoz von Nestlé. Diese Produkte wurden zuvor vom Markt zurückgerufen.
Zwei Todesfälle in Frankreich: Details zu den Fällen
Einer der verstorbenen Säuglinge wurde in der Nähe von Bordeaux an Weihnachten geboren und starb Anfang Januar an Verdauungsproblemen. Laut der Staatsanwaltschaft in Bordeaux wurden bei ersten Analysen keine Bacillus-cereus-Bakterien nachgewiesen. Staatsanwalt Réno Godel betonte jedoch, dass weitere Untersuchungen laufen.
In Angers wandte sich eine Mutter an Ermittler, deren Tochter im Dezember im Alter von vier Wochen starb. Das Kind hatte ebenfalls Guigoz-Milchpulver erhalten. Staatsanwalt Éric Bruyère erklärte, dass ein möglicher Zusammenhang mit einer Verunreinigung „eine ernsthafte Spur“ sei, jedoch noch zu früh, um dies als Hauptursache zu sehen. Labore wurden beauftragt, dringend Analysen durchzuführen.
Umfangreicher Produktrückruf und Verdacht auf Cerulid
Anfang Januar musste Nestlé Babymilchpulver in rund 60 Ländern, darunter Deutschland, zurückrufen – wegen möglicher Cerulid-Verunreinigung. In der Folge rief auch das französische Unternehmen Lactalis in mehreren Ländern Babymilchprodukte zurück, ebenfalls wegen eines möglichen Cerulid-Verdachts. Französische Behörden erklärten, dass beide Unternehmen eine Zutat aus China verwendet hätten.
