In Berlin und anderen Regionen Deutschlands ist für die nächste Woche eine Reihe von Warnstreiks im öffentlichen Sektor geplant. Die Aktionen finden von Dienstag, 27. Januar, bis Donnerstag, 29. Januar statt, kurz vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern der Bundesländer. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf gew-berlin.
Es wird erwartet, dass die Streiks mehrere Schlüsselbereiche gleichzeitig betreffen – Bildung, Gesundheitswesen und soziale Einrichtungen. In der Hauptstadt sind während der gesamten drei Tage Demonstrationen geplant.
Streik im Gesundheitswesen und in Kitas
Der 27. Januar ist als bundesweiter Streiktag im Gesundheitswesen angekündigt. In Berlin schließen sich auch Beschäftigte der sozialen und erzieherischen Bereiche an. Betroffen sein könnten unter anderem Kindertagesstätten, was zu Einschränkungen im Betrieb einzelner Einrichtungen führen kann.
Um 9:00 Uhr beginnt eine Demonstration vom Senatsverwaltungsamt für Bildung, Jugend und Familie bis zum Roten Rathaus.
Proteste an Berliner Universitäten
Am 28. Januar rufen die Gewerkschaften zu Aktionen an Hochschulen auf. Am Morgen sind Streiks an Berliner Universitäten geplant, am Nachmittag findet eine zentrale Kundgebung auf dem Bebelplatz statt.
Zur Teilnahme aufgerufen sind sowohl festangestellte Hochschulmitarbeiter als auch studentische Beschäftigte, die unterstützende und administrative Aufgaben in den Universitäten übernehmen.
Bildungsbereich während des GEW-Streiktages
Am 29. Januar findet ein gesonderter Streiktag der Gewerkschaft GEW statt, die Beschäftigte im Bildungswesen vertritt. Betroffen sein könnten Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten, Bezirksämter und weitere Bildungseinrichtungen.
Die Demonstration startet um 11:00 Uhr am Hermannplatz und verläuft bis zum Oranienplatz.
Umfang der Proteste und Forderungen der Gewerkschaften
Nach Einschätzung der Gewerkschaften werden landesweit Tausende Beschäftigte an den Streiks teilnehmen. Neben Berlin sind größere Aktionen in Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim geplant.
Die zentralen Forderungen der Streikenden:
- 7 % höhere Gehälter,
- mindestens 300 Euro pro Monat.
Laut Angaben der Gewerkschaften legten die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Januar keine konkreten Angebote vor.
