Am Montag, den 3. Februar 2026, hat die Gewerkschaft Verdi zu einem bundesweiten Warnstreik der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. In Berlin werden den ganzen Tag über U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse, betrieben von der BVG, stillstehen. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf tagesschau.
Ähnliche Ausfälle werden in Brandenburg bei allen kommunalen Verkehrsunternehmen erwartet, die der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber angehören.
Vom Streik betroffene Unternehmen:
- Verkehrsbetriebe Potsdam
- Verkehrsgesellschaft Uckermark
- Busunternehmen Barnim
- Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder)
- Busunternehmen Oder-Spree
- Mobus Märkisch-Oderland Bus
- Straßenbahn Schönow-Rüdersdorf
- Öffentlicher Nahverkehr Ostprignitz-Ruppin
- Verkehr Brandenburg an der Havel
- Regiobus Potsdam Mittelmark
- Havelbus Verkehrsgesellschaft
- Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming
- Cottbus Verkehr, Spree-Neiße
- Cottbus Verkehr, Dahme-Spreewald Regionalverkehrsgesellschaft
- Oberspreewald-Lausitz Verkehrsgesellschaft
Nicht betroffen ist die Deutsche Bahn, einschließlich der Berliner S-Bahn, sowie regionale und überregionale Strecken des Unternehmens.
Gründe und Forderungen der Gewerkschaft
Verdi wirft den Arbeitgebern vor, ernsthafte Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu blockieren. Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft:
- Verkürzung der Arbeitswoche
- Reduzierung der Schichtdauer
- Mehr Pausen zur Erholung
- Erhöhung der Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit
Laut Serat Kanyurt, Verhandlungsführer von Verdi, verweigert die BVG einen konstruktiven Dialog. Verdi betont die Bedeutung langfristiger Mitarbeiterbindung durch bessere Arbeitsbedingungen.
Reaktionen der Arbeitgeber und Wirtschaftsverbände
Die BVG bezeichnet den Streik als „unverhältnismäßige Eskalation“ und prüft rechtliche Schritte. Der Berliner Wirtschaftsverband (UVB) kritisiert die Aktion angesichts der extremen Wetterbedingungen und fordert Verdi auf, die Anliegen am Verhandlungstisch zu lösen.
