Am Wochenende ist der Bitcoin auf den niedrigsten Kurs seit rund neun Monaten gefallen. Am Samstag, dem 1. Februar, sank der Preis der weltweit bekanntesten und nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise auf 75.555 US-Dollar. Damit wurde der tiefste Stand seit April 2025 erreicht. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf spiegel.
Am Sonntag erholten sich die Notierungen leicht. Trotz eines Anstiegs auf knapp 79.000 US-Dollar am Morgen lag der Bitcoin jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau vom Freitagabend. Eine ähnliche Entwicklung war auch bei anderen großen Kryptowährungen zu beobachten, darunter Ether.
Deutlicher Rückgang seit dem Rekordhoch
Der jüngste Kursrückgang hat die Verluste des Bitcoin seit Jahresbeginn 2026 auf fast 9.000 US-Dollar ausgeweitet, was einem Minus von rund 10 Prozent entspricht. Seit dem historischen Höchststand von über 126.000 US-Dollar im November hat der Bitcoin damit etwa 47.000 US-Dollar oder nahezu 40 Prozent an Wert verloren.
Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete die Kryptowährung ein Minus von mehr als sechs Prozent. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg war dies erst das vierte Verlustjahr in der noch jungen Geschichte des digitalen Vermögenswerts, der seit 2009 existiert.
Starker US-Dollar belastet den Kryptomarkt
Zusätzlichen Druck auf den Kryptomarkt übt derzeit die Stärke des US-Dollars aus. Die amerikanische Währung legte zu, nachdem der frühere Zentralbankchef Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve ernannt wurde.
An den Finanzmärkten wächst die Sorge, dass Warsh eine restriktivere Geldpolitik verfolgen könnte. Ein solches Umfeld gilt als belastend für risikoreiche Anlageklassen wie Kryptowährungen.
Fehlende klare Richtung bei Kryptowährungen
Nach dem starken Einbruch im vergangenen Jahr suchen Kryptowährungen weiterhin nach einer klaren Kursrichtung. Gleichzeitig konnten andere Anlageklassen wie Gold und Aktien deutliche Wertzuwächse verzeichnen.
Seit dem Erreichen eines weiteren Rekordniveaus im Oktober hat der Bitcoin rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Damit erfüllten sich die Hoffnungen einiger Investoren nicht, die nach der Rückkehr von Donald Trump ins Präsidentenamt der USA auf eine kryptofreundlichere Regulierung gesetzt hatten.
Langfristiger Wertzuwachs seit dem Start
Trotz der aktuellen Schwankungen zeigt der Bitcoin langfristig eine außergewöhnliche Wertentwicklung. In den Anfangsjahren lag der Preis bei wenigen Cent, später bewegte er sich über längere Zeit im dreistelligen Dollarbereich.
Der entscheidende Kursanstieg begann Ende 2012. Seitdem hat der Bitcoin um nahezu 600.000 Prozent zugelegt, was einer Wertsteigerung um etwa das 6000-Fache entspricht.
Dominanz auf dem Kryptomarkt
Der Erfolg des Bitcoin führte zur Einführung tausender weiterer Kryptowährungen. Dennoch bleibt er gemessen an der Marktkapitalisierung klarer Marktführer. Der Gesamtwert des Bitcoin beläuft sich aktuell auf rund 1,6 Billionen US-Dollar.
Am nächsten kommen ihm Ethereum mit einer Marktkapitalisierung von etwa 290 Milliarden US-Dollar sowie der Stablecoin Tether, dessen Marktwert bei rund 185 Milliarden US-Dollar liegt.
