Bundesweit wird ein beliebtes asiatisches Fertiggericht vom Markt genommen. Betroffen ist das Produkt „Korean Tteokbokki Sweet & Spicy“, bei dem im Rahmen interner Kontrollen eine erhöhte Keimbelastung festgestellt wurde, die zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf merkur.
Der Hersteller, die Kreyenhop & Kluge GmbH & Co. KG, warnt ausdrücklich vor dem Verzehr der betroffenen Ware. Die offizielle Veröffentlichung des Rückrufs erfolgte über das staatliche Portal Lebensmittelwarnung.de.
Welche Produkte sind betroffen
Folgende Angaben kennzeichnen die zurückgerufene Ware:
- Produktname: Korean Tteokbokki Sweet & Spicy
- EAN-Code: 8805957023964
- Mindesthaltbarkeitsdaten: 13.02.2027, 10.03.2027, 15.04.2027
- Verpackungsgröße: 163 g (Beutel)
Das Produkt wurde bundesweit über die Handelsketten Rewe, Kaufland und Go Asia vertrieben. Verbraucherinnen und Verbraucher können die Ware auch ohne Vorlage des Kassenbons in jeder Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet.
Für Rückfragen steht der Kundenservice des Unternehmens unter info@kreyenhop.de zur Verfügung.
Nachweis von Bacillus cereus
Im Zuge der Untersuchungen wurde eine erhöhte Belastung mit dem Bakterium Bacillus cereus festgestellt. Es zählt zu den häufigsten Ursachen bakterieller Lebensmittelvergiftungen.
Nach Angaben des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann der Erreger zwei unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen.
Erste Form: Übelkeit und Erbrechen
Die sogenannte emetische Form wird durch ein vom Bakterium gebildetes Toxin ausgelöst. Typische Symptome sind plötzlich einsetzende Übelkeit und Erbrechen, meist 30 Minuten bis sechs Stunden nach dem Verzehr. Das Toxin ist hitzestabil und wird durch erneutes Erhitzen nicht zerstört.
In seltenen Fällen sind schwere Komplikationen, etwa Leber- oder Hirnschäden, möglich.
Zweite Form: Durchfall und Bauchkrämpfe
Die zweite Verlaufsform entsteht durch die Aufnahme vegetativer Zellen oder Sporen. Dabei treten wässriger Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen in der Regel sechs bis 24 Stunden nach dem Konsum auf.
Nach Angaben der Lebensmittelüberwachungsbehörden klingen die Beschwerden meist innerhalb von 24 Stunden ohne ärztliche Behandlung ab. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Risikogruppen und Verhaltensempfehlungen
Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Sollten die Symptome länger als 24 Stunden anhalten, von Fieber begleitet sein oder besonders stark ausgeprägt auftreten, wird eine ärztliche Abklärung empfohlen.
Der Hersteller rät dringend davon ab, die betroffene Ware mit den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten zu verzehren, und bittet um Rückgabe im Handel.
