Der deutsche Textildiscounter Kik restrukturiert sein Filialnetz, schließt unrentable Geschäfte und optimiert die Öffnungszeiten, um Kosten zu senken. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf СНІР.
Etwa 50 Filialen im Jahr 2026 geschlossen
Im ersten Quartal 2026 wurden rund 50 Filialen von Kik in Europa geschlossen, die Hälfte davon in Deutschland. Gleichzeitig wurden neun neue Filialen eröffnet. Insgesamt betreibt das Unternehmen fast 4300 Standorte.
Insidern zufolge stehen rund 400 Filialen in Europa weiterhin vor finanziellen Schwierigkeiten, davon 170 in Deutschland. Offiziell bestätigt hat das Unternehmen diese Zahlen nicht und betont, dass die Planung der weiteren Netzentwicklung noch läuft.
Reduzierung der Arbeitszeiten zur Kostensenkung
Kik plant außerdem, Personalkosten durch Kürzung der Öffnungszeiten zu senken. Dies betrifft nicht nur Deutschland, sondern auch Filialen in Spanien und Portugal. Laut „Lebensmittel Zeitung“ hat das Unternehmen die „Änderung der Öffnungszeiten“ einiger Filialen bestätigt.
Regelmäßige Analyse des Filialnetzes
Schon im Herbst 2025 gab es Berichte über mögliche Filialschließungen, darunter bis zu 400 von etwa 2400 Filialen in Deutschland. Unternehmensvertreter betonten, dass das Netz regelmäßig überprüft wird, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Alle Anpassungen erfolgen „verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung der Perspektiven“.
Kriterien für die Standortwahl
Kik legt bei der Standortwahl eines Geschäfts mehrere Faktoren zugrunde:
- Die Stadt oder Region sollte mindestens 15.000 Einwohner haben und ein großes Einzugsgebiet bieten.
- Geeignete Standorte können Stadtzentren, Stadtteil- oder Vorstadtgebiete, Einkaufsparks oder spezialisierte Handelskomplexe sein.
- Die Filialfläche beträgt normalerweise 400 bis 750 m²; in Innenstadt- und Einkaufszentren auch ab 350 m².
- Bevorzugt werden Standorte in der Nähe von Supermärkten, Discountern, Apotheken, Fachgeschäften und lokalen Versorgungszentren.
