Vor dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen FC Bayern München und Eintracht Frankfurt ist es zu einer öffentlichen Auseinandersetzung gekommen. Anlass waren Aussagen zweier ehemaliger Profis sowie die Reaktion des Frankfurter Klubs. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Der frühere Nationalspieler Max Kruse und der ehemalige Bundesliga-Stürmer Martin Harnik äußerten sich im Podcast Flatterball kritisch über Eintracht-Trainer Albert Riera.
Harnik erklärte, er wünsche dem Spanier keinen sportlichen Erfolg in Frankfurt und würde es „interessant“ finden, ein mögliches Scheitern zu beobachten. Kruse wiederum sagte, er habe den Eindruck, Riera wolle mit immer neuen Aktionen Aufmerksamkeit erzeugen und inszeniere seine Arbeit zu sehr.
Reaktion von Eintracht in den sozialen Medien
Nachdem ein BILD-Reporter die Aussagen auf einer Pressekonferenz thematisiert hatte, veröffentlichte Eintracht Frankfurt einen Beitrag in den sozialen Netzwerken. Darin bat der Klub darum, Fragen an den Cheftrainer nicht auf Meinungen aus einem Podcast zu stützen. Zudem wurde darauf verwiesen, dass einer der Beteiligten in der Vergangenheit an der Verbreitung anstößiger Inhalte im Internet beteiligt gewesen sei.
Gemeint war ein Vorfall aus dem Jahr 2016. Damals tauchten intime Videoaufnahmen im Netz auf, die Kruse zu seiner Zeit beim VfL Wolfsburg mit seinem Mobiltelefon aufgenommen hatte. Nach Medienberichten waren die Dateien weitergegeben worden und gelangten anschließend an die Öffentlichkeit.
Rieras Antwort auf die Kritik
Auf der Pressekonferenz reagierte Riera ruhig. Auf die Frage nach den Kommentaren erkundigte er sich zunächst, ob es sich dabei um Fußballer handle. Anschließend betonte er, dass öffentliche Personen stets mit Zustimmung und Ablehnung rechnen müssten. Persönliche Angriffe wolle er nicht kommentieren.
Seine sachliche Reaktion stand im Kontrast zur deutlich schärferen Wortwahl des Klub-Accounts.
Stellungnahme der Klubführung
Sportvorstand Markus Krösche äußerte sich im Interview mit DAZN ebenfalls kritisch zu den Aussagen der Ex-Profis. Er sprach von einer Grenzüberschreitung und stellte infrage, wohin sich die öffentliche Debatte im Fußball entwickle.
Es sei befremdlich, wenn ehemalige Spieler öffentlich erklärten, sie fänden es amüsant, das Scheitern eines Kollegen zu beobachten.
Die Partie zwischen Bayern und Eintracht wird am Samstag um 15:30 Uhr angepfiffen. Die verbale Auseinandersetzung sorgt im Vorfeld für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um das Duell in der Bundesliga.
