Bei einer Spezialoperation in der Gemeinde Tapalpa, 130 km südlich von Guadalajara, töteten mexikanische Streitkräfte Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, Anführer des Drogenkartells „Jalisco Nueva Generación“ (CJNG). Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf elmundo.
Ereignisse nach dem Tod
Der Tod eines der meistgesuchten Drogenbosse Mexikos löste in mindestens sieben Bundesstaaten eine Welle der organisierten Kriminalität aus. Der Einflussbereich der CJNG reicht von der US-Grenze bis nach Ecuador.
Die Operation, die zum Tod von „El Mencho“ führte, war die erste größere Aktion der Präsidentin Claudia Sheinbaum gegen den Drogenhandel unter dem Druck Washingtons. Die Belohnung für Hinweise auf seine Ergreifung betrug 15 Millionen US-Dollar – dieselbe Summe, die für Informationen über General Vladimir Padrino López, Kopf der chavistischen Armee, ausgesetzt ist.
Reaktion von Behörden und Bevölkerung
Pablo Lemus Navarro, Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, da es zu Auseinandersetzungen zwischen Banden kam. In Guadalajara gerieten Flughafenpassagiere in Panik, als Schüsse fielen und Rauch von brennenden Fahrzeugen aufstieg.
Die Militäraktion begann früh am Morgen und beendete die Aktivitäten von „El Mencho“, der es geschafft hatte, das Sinaloa-Kartell als mächtigste Organisation zu verdrängen. Der CJNG-Chef erlangte Bekanntheit nach den Festnahmen von „El Chapo“ Guzmán und „El Mayo“ Zambada, die lange Zeit der Justiz entkommen waren.
Strategie und internationaler Kontext
Die Festnahme von „El Mencho“ markiert eine Änderung der Vorgehensweise im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Die vorherige Regierung setzte auf die Politik „Umarmungen statt Kugeln“, während die neue Administration direkte Konfrontation fortführt.
Sicherheitsminister Omar García Harfuch koordinierte die Operation, die Luftstreitkräfte und Spezialeinheiten einschloss. Die Zusammenarbeit mit den USA lieferte zusätzliche Geheimdienstinformationen, die den Erfolg der Operation ermöglichten.
Ablauf der Operation
Laut offizieller Erklärung des Verteidigungsministeriums wurde „El Mencho“ lebend gefasst, erlitt aber schwere Verletzungen zusammen mit zwei Leibwächtern. Vier Mitglieder der CJNG starben während der Operation, drei Verletzte, darunter Rubén „N“ (a) Mencho, verstarben während des Transports nach Mexiko-Stadt.
Die Streitkräfte beschlagnahmten Panzerfahrzeuge und schwere Waffen, einschließlich Raketen, die Flugzeuge abschießen und gepanzerte Fahrzeuge zerstören können.
Sicherheitsperspektive
Derzeit ist unklar, wie die kriminellen Gruppierungen auf den Tod ihres Anführers reagieren und wie viele neue Bosse nachrücken werden. Experten erwarten jedoch in den kommenden Tagen steigende Gewalt, vier Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft, in den Austragungsstädten.
