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    Nachrichten

    Lufthansa könnte bis zu 40 Flugzeuge stilllegen wegen Iran-Krise

    Lufthansa prüft Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen wegen steigender Kerosinpreise infolge des Iran-Konflikts. Höhere Ticketpreise werden erwartet
    4 April 2026Lesedauer: 3 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    Lufthansa prüft Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen wegen steigender Kerosinpreise infolge des Iran-Konflikts. Höhere Ticketpreise werden erwartet
    Lufthansa prüft Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen wegen steigender Kerosinpreise infolge des Iran-Konflikts. Höhere Ticketpreise werden erwartet
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    Die Eskalation im Nahen Osten wirkt sich zunehmend auf den europäischen Luftverkehr aus. Aufgrund stark gestiegener Kerosinpreise prüft die Lufthansa Group, Teile ihrer Flotte vorübergehend außer Betrieb zu nehmen. Betroffen wären vor allem ältere Flugzeuge. Gleichzeitig stellt das Unternehmen höhere Ticketpreise in Aussicht. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf fr.de.

    Steigende Kerosinpreise zwingen Lufthansa zu Flottenanpassungen

    Vor dem Hintergrund der Blockade der Straße von Hormus und der Spannungen im Persischen Golf sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Für Fluggesellschaften, bei denen Treibstoff zu den größten Kostenfaktoren zählt, bedeutet das erheblichen Druck.

    Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte in einer internen Online-Sitzung, dass das Unternehmen erwäge, zunächst rund 20 Flugzeuge stillzulegen. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, könnte die Zahl auf bis zu 40 Maschinen steigen.

    Im Fokus stehen insbesondere Flugzeuge, die sich am Ende ihres Lebenszyklus befinden. Ziel ist es, Kosten zu reduzieren und sich auf eine längere Phase erhöhter Unsicherheit vorzubereiten.

    Zwar hat Lufthansa rund 80 Prozent ihres Treibstoffbedarfs gegen Preisschwankungen abgesichert, dennoch führen die aktuellen Entwicklungen zu Mehrkosten von etwa 1,5 Milliarden Euro.

    Höhere Kosten dürften zu steigenden Ticketpreisen führen

    Lufthansa rechnet damit, dass die steigenden Treibstoffkosten an die Passagiere weitergegeben werden müssen. Eine Anpassung der Ticketpreise gilt als wahrscheinlich.

    Auch andere Airlines schlagen ähnliche Töne an. Ryanair-Chef Michael O’Leary warnte vor möglichen Engpässen bei der Treibstoffversorgung in Europa. Nach seinen Einschätzungen könnten im Mai und Juni bis zu 25 Prozent der Liefermengen betroffen sein.

    Bisher hat Ryanair keine Flüge gestrichen, doch der Markt bereitet sich bereits auf ein geringeres Angebot und steigende Preise vor.

    Treibstoffversorgung wird schwieriger – erste Engpässe in Asien

    Neben den Preisen bereitet zunehmend auch die Verfügbarkeit von Kerosin Probleme. Laut Lufthansa-Technikvorständin Grazia Vittadini gibt es bereits an mehreren asiatischen Flughäfen Einschränkungen bei der Treibstoffversorgung.

    Ursache sind gestörte Lieferketten infolge der Lage in der Straße von Hormus, die für den globalen Energiehandel von zentraler Bedeutung ist. Vor dem Konflikt stammten rund 40 Prozent des in Europa benötigten Kerosins aus der Golfregion.

    Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist derzeit stark eingeschränkt, was zu Lieferproblemen und weiter steigenden Preisen führt.

    Lufthansa verlagert Routen und verteilt Flotte neu

    Als Reaktion auf die Lage passt Lufthansa ihre operative Planung an. Teile der Flotte werden verstärkt auf alternative Märkte ausgerichtet – darunter Afrika, Südostasien und Indien.

    Nach aktuellen Angaben werden drei Langstreckenflugzeuge sowie rund zehn Mittelstreckenjets auf andere Strecken verlagert. Die Umsetzung ist jedoch komplex: Einige Flughäfen verfügen derzeit nicht über ausreichende Kapazitäten, um zusätzliche Flüge aufzunehmen.

    Keine unmittelbaren Auswirkungen auf Beschäftigte

    Das Unternehmen betont, dass aktuell keine Stellenstreichungen geplant sind. Auch bei einer temporären Stilllegung von Flugzeugen soll das Personal nicht betroffen sein.

    Sollte sich die Situation weiter verschärfen, könnten Maßnahmen ausschließlich im Rahmen freiwilliger Programme erfolgen – ähnlich wie in früheren Krisen.

    Globale Folgen: Luftverkehr steht unter anhaltendem Druck

    Branchenexperten erwarten, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten langfristige Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr haben wird. Dazu zählen weniger Flüge nach Asien, Störungen an wichtigen Drehkreuzen im Golfraum und weiter steigende Ticketpreise.

    Die Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert, wodurch der Transport von Energie erheblich eingeschränkt ist. Die Folge sind deutlich gestiegene Kerosinpreise – teilweise mehr als doppelt so hoch wie noch Ende 2025.

    Lesen Sie auch: EU prüft Übergewinnsteuer für Energiekonzerne

    Flugpreise Iran-Konflikt Kerosinpreise Lufthansa Treibstoffmangel
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    Karl Hartmann

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