Berlin – In der ersten Episode der Dokumentarserie von Paul Ronzheimer „RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“ (Sat.1, auch auf Joyn verfügbar) gestand eine Frau offen, dass sie Sozialleistungen bezieht und gleichzeitig illegal arbeitet. Sie erklärte ihr Verhalten damit, dass sie das Sozialhilfesystem für unfair hält. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf BILD.
Selbst erfahrene Reporter wie Paul Ronzheimer waren von dieser Szene überrascht. Der stellvertretende Chefredakteur der BILD erklärte in einem Podcast, dass er die Rechtfertigung solcher Handlungen nicht nachvollziehen kann und nannte sie „äußerst frech“.
Ronzheimer, der als Journalist soziale Probleme untersucht, betonte: Das Sozialversicherungssystem wird zum Nachteil der Steuerzahler ausgenutzt. Betrüger zeigen offen Diskrepanzen und Verstöße, ohne Konsequenzen zu fürchten.
Anna (Name und Aussehen geändert) behauptet, ihr Verhalten sei eine Folge des Systems. Sie argumentiert unter anderem, dass Migranten dieselben Sozialleistungen erhalten wie langjährige Steuerzahler und dass ehrliche Arbeit kaum noch Einkommen bringt. „Ich verstehe den radikalen Charakter ihrer Aussagen nicht“, sagt Ronzheimer, bestätigt aber: Solche Fälle sind nicht einzigartig.
Die Situation wird durch politische Entscheidungen verschärft. Nach Einführung der Einkommensteuer am 1. Januar 2023, die das strengere Hartz-IV-System ersetzte, fühlen sich Menschen im Niedriglohnsektor benachteiligt. Ronzheimer betont, dass solche Entscheidungen Unzufriedenheit schaffen: „Warum stehe ich früh auf, um zu arbeiten, während andere ungefähr dasselbe bekommen, ohne Anstrengung zu leisten?“
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