Laut Imowell.de findet in Berlin am 27.–28. Februar ein groß angelegter Streik der öffentlichen Verkehrsmittel statt, der das Pendeln erheblich beeinträchtigt.
Berlin erlebt erneut eine Welle von Arbeitsprotesten: Die Gewerkschaft Verdi hat einen Streik im kommunalen Nahverkehr von 3:00 Uhr am Freitag bis 3:00 Uhr am Sonntag angekündigt. Die Beschäftigten fordern bessere Arbeitsbedingungen, mehr Urlaubstage und die Einhaltung der Ruhezeiten zwischen den Schichten. Diese Aktion wirkt sich erheblich auf den Alltag von Bewohnern und Touristen der deutschen Hauptstadt aus.
Warum der Streik in Berlin: Gründe und Forderungen
Verdi führt seit Januar 2026 Verhandlungen mit BVG und anderen Verkehrsunternehmen. Der Hauptstreitpunkt betrifft die Arbeitsbedingungen, nicht das Gehalt. Die Gewerkschaft fordert:
- Mehr Urlaubstage und Vergütung für Urlaubszeiten
- Mindestpause von 11 Stunden zwischen den Schichten
- Reduzierung der Arbeitsbelastung bei Nacht- und Wochenendschichten
- Bessere Sozialleistungen und Boni
„Die Arbeitgeber verstehen immer noch nicht, dass der öffentliche Verkehr nicht mehr funktionieren wird, wenn wir jetzt nicht entschlossen die Arbeitsbedingungen verbessern“, erklärte Kristin Bele, stellvertretende Vorsitzende von Verdi.
Die BVG betrachtet diese Forderungen als „nicht finanzierbar“ und kritisiert den Streik als „völlig unverhältnismäßige Eskalation“.
Was funktioniert und was nicht
Die Situation im Berliner Verkehr an diesem Wochenende sieht folgendermaßen aus:
| Verkehrsmittel | Status | Hinweise |
|---|---|---|
| U-Bahn (Metro) | ❌ Fährt nicht | Alle unterirdischen Linien eingestellt |
| Straßenbahnen | ❌ Fährt nicht | Fast alle Linien ausgesetzt |
| BVG-Busse | ❌ Fährt nicht | Nur eingeschränkter Betrieb |
| S-Bahn (Stadtbahnen) | ✅ Fährt | Nach regulärem Fahrplan der Deutschen Bahn |
| Regionalzüge Deutsche Bahn | ✅ Fährt | Keine Änderungen im Fahrplan |
| Private Busse/teilweise BVG | ⚠️ Teilweise | Status in Apps prüfen |
Daher ist es für Berliner und Touristen wichtig, Routen im Voraus zu planen und alternative Verkehrsmittel zu nutzen.
Wie man während des Streiks fährt: praktische Tipps
Um Probleme beim Pendeln zu vermeiden, sollten Sie:
- Den Status der Linien prüfen in den Apps von BVG und Deutsche Bahn vor jeder Fahrt.
- S-Bahn nutzen für längere Strecken innerhalb der Stadt.
- Taxi- und Ride-Hailing-Dienste (Uber/Bolt) verwenden – teuer und stark nachgefragt.
- Fahrräder und E-Scooter – für kurze Strecken schnell und praktisch.
- Zu Fuß gehen – oft der schnellste Weg, besonders im Stadtzentrum.
Tipp: Planen Sie immer zusätzliche Zeit ein und prüfen Sie aktuelle Updates in Echtzeit.
Was kommt als Nächstes: Perspektiven der Streiks in Berlin
Diese Aktion ist nicht die erste in Berlin. Bereits im Februar hatten Streiks U-Bahn, Straßenbahnen und Busse lahmgelegt. Verdi warnt, dass bei fehlendem Fortschritt in den Verhandlungen längere Streiks möglich sind.
Für Touristen und Anwohner ist es wichtig, diese Risiken zu berücksichtigen und Fahrten rechtzeitig zu planen.
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