Am frühen Morgen des 2. März ist der britische Luftwaffenstützpunkt in Akrotiri auf Zypern Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Nach Angaben der zyprischen Behörden sowie des britischen Verteidigungsministeriums wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf spiegel.
Die Drohne stürzte auf die Start- und Landebahn der Basis westlich der Hafenstadt Limassol. Die Verwaltung des Stützpunkts leitete umgehend Sicherheitsmaßnahmen ein und löste Alarm aus. Nach ersten Informationen entstand lediglich geringer Sachschaden. Die Identität des Betreibers der Drohne ist bislang nicht bekannt.
Das Vereinigte Königreich verfügt über souveräne Rechte an zwei Militärbasen auf dem Gebiet der Republik Zypern, die Mitglied der Europäischen Union ist. Der Luftwaffenstützpunkt Akrotiri nimmt ein großes Areal an der Südspitze der Insel ein und dient als logistisches und operatives Zentrum für Einsätze im Nahen Osten.
Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, erklärte, es handle sich nach vorläufigen Erkenntnissen um eine Drohne vom Typ „Shahed“. Zugleich betonte er, dass sich Zypern an keinen Militäroperationen beteilige und eine solche Beteiligung auch nicht beabsichtige. Man stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs sowie weiteren internationalen Partnern.
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnte im Gespräch mit dem Sender Sky News vor „zunehmend wahllosen Vergeltungsangriffen Irans“. Nach seinen Angaben seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.
Bereits zuvor hatte Premierminister Keir Starmer erklärt, das Vereinigte Königreich beteilige sich an einer defensiven Militäroperation im Nahen Osten. Britische Einheiten seien unter anderem in Bahrain und auf Zypern stationiert.
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage im östlichen Mittelmeerraum und wachsender Spannungen im Zusammenhang mit Iran.
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