Das Finale des Wettbewerbs Miss Germany 2026 fand in den Bavaria Film Studios in München statt. Den Titel gewann die 26-jährige Streamerin Rose Mondy, die die meisten Stimmen des Online-Publikums erhielt und sich gegen acht Finalistinnen durchsetzte. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Mondy war bereits zuvor als Internetpersönlichkeit in der Gaming-Szene bekannt. Mit ihrem Auftritt auf der Bühne des Wettbewerbs erreichte sie jedoch erstmals ein breiteres Publikum außerhalb der Streaming-Plattformen. Der Wettbewerb mit fast hundertjähriger Geschichte hat sich in den letzten Jahren verändert: Der Fokus liegt inzwischen weniger auf dem äußeren Erscheinungsbild, sondern stärker auf der persönlichen Mission und gesellschaftlichen Verantwortung der Teilnehmerinnen.
Flucht aus Syrien und neues Leben in Deutschland
Rose Mondy wurde in Syrien geboren und kam als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland, nachdem sie aus ihrem Heimatland geflohen war. Sie wuchs in der Stadt Herne im Bundesland Nordrhein-Westfalen auf.
Während ihres Auftritts im Finale sprach Mondy über ihre Erfahrungen in der Videospielbranche, die sie als stark männerdominiert bezeichnete. Nach ihren Worten musste sie deutlich mehr leisten, um die gleiche Anerkennung zu erhalten.
Sie sprach auch über die tägliche Kritik im Internet, mit der Frauen im öffentlichen Raum häufig konfrontiert werden. In ihrer Rede erklärte Mondy, dass Frauen oft nicht nach ihren Leistungen, sondern nach ihrem Aussehen beurteilt werden.
Rede über Gleichberechtigung und Herausforderungen für Frauen
Im Finale richtete sich die Gewinnerin mit einer Botschaft an das Publikum und sprach über den Kampf gegen Frauenfeindlichkeit und Sexualisierung. Diese Probleme beträfen viele Frauen – unabhängig davon, ob sie im Rampenlicht stehen oder nicht.
Ihre Worte fanden im Publikum deutliche Resonanz, insbesondere bei den anwesenden Frauen im Saal.
Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses bedankte sich Mondy bei ihren Eltern für ihre Unterstützung und dafür, dass sie ihr ein gutes Leben in Deutschland ermöglicht haben.
Frühere Auszeichnungen und zweite Teilnahme
Rose Mondy hatte bereits zuvor am Wettbewerb teilgenommen. Im Jahr 2024 erreichte sie das Finale, musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen aussteigen. Für den Wettbewerb 2026 bewarb sie sich erneut.
2025 wurde sie zur „Streamerin des Jahres“ gewählt. Zudem nahm das Magazin Der Spiegel sie in eine Liste der einflussreichsten Internetpersönlichkeiten Deutschlands auf.
Mondy berichtete außerdem von Schwierigkeiten in ihrer Kindheit. Wegen eines Sprachfehlers wurde sie früher häufig gehänselt. Später machte sie gerade ihre Kommunikation zu einem wichtigen Teil ihrer Karriere.
Pläne für ihr Jahr als Titelträgerin
Nach ihrem Sieg erklärte Mondy, sie wolle ihre Plattform nutzen, um junge Frauen zu unterstützen. Ihr Ziel sei es, für viele von ihnen eine Art „große Schwester“ zu sein.
Sie betonte, dass die Zukunft junger Frauen nicht irgendwann in der Zukunft entschieden werde, sondern bereits heute.
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