Die Staatsanwaltschaft Rostock hat die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen. Fünf Monate nach der Tat wurde gegen eine Verdächtige, die seit November 2025 in Untersuchungshaft sitzt, Anklage wegen Mordes erhoben. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ndr.
Umstände des Verschwindens des Jungen
Nach Angaben der Ermittler soll die Verdächtige am Morgen des 10. Oktober die Wohnung betreten haben, in der der Junge lebte. Sie kannte das Kind und soll es unter einem Vorwand dazu gebracht haben, das Haus zu verlassen.
Anschließend soll sie Fabian nach Darstellung der Staatsanwaltschaft in ihr Auto gesetzt und aus der Stadt gefahren haben. Ziel sei ein Feld in der Nähe des Ortes Klein Upahl gewesen, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow.
Ermittler: Junge mit Messer getötet
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft führte die Verdächtige das Kind zu einem abgelegenen Teich. Dort soll sie den Jungen angegriffen und ihm mindestens sechs Messerstiche in den Oberkörper zugefügt haben.
Nach der Tat soll sie versucht haben, Spuren zu verwischen. Den Ermittlungen zufolge zündete sie den Körper des Jungen mit einer leicht entzündlichen Flüssigkeit an.
Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft
Aufgrund des dringenden Mordverdachts wurde die Frau bereits im November festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Eine Beschwerde gegen die Haft wurde im Dezember von einem Gericht zurückgewiesen. Der Haftbefehl bleibt weiterhin bestehen.
Leiche vier Tage nach dem Verschwinden gefunden
Der achtjährige Fabian galt seit Freitag, dem 10. Oktober 2025, als vermisst. Noch am selben Abend meldete seine Mutter den Jungen bei der Polizei als verschwunden. Daraufhin starteten die Behörden eine groß angelegte Suchaktion.
Am 14. Oktober wurde schließlich die verbrannte Leiche des Kindes am Ufer eines Teiches gefunden, rund 15 Kilometer südlich von Güstrow. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Junge bereits am Tag seines Verschwindens getötet wurde.
Polizei suchte mehrfach nach weiteren Spuren
Nach dem Fund der Leiche kehrten Ermittler mehrmals zum Tatort zurück, um nach weiteren Beweisen zu suchen. Die Obduktion bestätigte, dass das Kind Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
Zudem veröffentlichten die Behörden mögliche Zeitfenster der Tat und baten Zeugen, die sich am Tag des Verschwindens im Bereich von Klein Upahl aufgehalten haben, um Hinweise.
Große Anteilnahme in ganz Deutschland
Der Fall löste bundesweit große Betroffenheit aus. Auch in Güstrow selbst fanden mehrere Gedenkveranstaltungen statt, an denen Hunderte Menschen teilnahmen. Viele legten Kerzen und Kuscheltiere nieder.
Mehrere Wochen nach der Tat, am 5. November, wandten sich die Ermittler erneut an die Öffentlichkeit. Hinweise wurden auch im Rahmen der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ erbeten.
