Die Christlich Demokratische Union bleibt die stärkste politische Kraft bei den Kommunalwahlen im Bundesland Hessen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes erreichte die Partei landesweit 29,7 Prozent der Stimmen. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf welt.
Vorläufige Ergebnisse der Wahl
Nach den am Morgen veröffentlichten Zahlen aus Wiesbaden konnte die CDU ihre Position im Vergleich zu den vorherigen Kommunalwahlen ausbauen. Auch in den größten Städten des Bundeslandes lag die Partei vorne.
In der Landeshauptstadt Wiesbaden erhielt die CDU 26,3 Prozent der Stimmen. In Frankfurt am Main – der größten Stadt Hessens – kam die Partei auf 26,5 Prozent.
Der hessische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Boris Rhein erklärte, die Ergebnisse bestätigten die starke Position der Partei auf kommunaler Ebene. Seinen Angaben zufolge zeigt sich der Trend zugunsten der CDU auch in Regionen, in denen die Partei bisher weniger stark vertreten war.
Rhein verwies zudem auf das große Interesse der Bürger an kommunalen Themen während des Wahlkampfes. Der Wahlkampf sei insgesamt fair verlaufen.
Verluste für SPD und Zugewinne für die AfD
Der Koalitionspartner der CDU auf Landesebene, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), verlor einen Teil ihrer Unterstützung. Nach vorläufigen Ergebnissen erreichte die SPD 20,2 Prozent der Stimmen.
Die Generalsekretärin der hessischen SPD, Josefine Koebe, erklärte, ihre Partei habe bei einigen Bürgermeisterwahlen Erfolge erzielt. Gleichzeitig äußerte sie Besorgnis über die deutlichen Zugewinne der Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Nach den aktuellen Ergebnissen liegt die AfD mit 15,9 Prozent auf dem dritten Platz. Damit überholte sie die Grünen, die 14,4 Prozent erreichten und auf den vierten Platz zurückfielen.
Ergebnisse weiterer Parteien
Die Linke kam nach vorläufigen Ergebnissen auf 5,8 Prozent der Stimmen. Die Freie Demokratische Partei (FDP) erreichte 3,7 Prozent.
Der Vorsitzende der hessischen FDP, Thorsten Lieb, sprach von gemischten Ergebnissen für seine Partei. Trotz einer negativen Entwicklung auf Bundesebene bleibe die FDP in mehreren kleineren und mittleren Städten stabil, darunter Bruchköbel, Bad Homburg, Königstein, Kronberg und Steinbach.
Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Hanau
Parallel fanden in mehreren Städten Bürgermeisterwahlen statt. In Hanau wird die Entscheidung erst in einer Stichwahl in zwei Wochen fallen.
In die zweite Runde ziehen der amtierende Oberbürgermeister Maximilian Bieri (SPD) und die CDU-Kandidatin Isabelle Hemsley ein. Nach vorläufigen Ergebnissen erhielt Bieri 48,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit knapp die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Hemsley kam auf 35,7 Prozent.
Auszählung der Stimmen dauert an
Bei den Kommunalwahlen wurden neue Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente sowie Ortsbeiräte gewählt. Aufgrund des komplexen Wahlsystems waren die Stimmzettel teilweise sehr umfangreich.
Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4 Prozent und damit vier Prozentpunkte höher als bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren.
Nach Angaben der Landeswahlleitung sind derzeit rund 800.000 Stimmzettel – etwa 32,8 Prozent – noch nicht ausgezählt. In der ersten Auszählungsphase wurden nur die Stimmzettel berücksichtigt, auf denen Wähler eine komplette Parteiliste mit einem Kreuz markiert hatten.
Bei den letzten Kommunalwahlen während der COVID-19-Pandemie lag die CDU ebenfalls vorn und erhielt damals 28,5 Prozent der Stimmen. Die SPD kam auf 24,0 Prozent, die Grünen auf 18,4 Prozent und die AfD auf 6,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug damals 50,4 Prozent.
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