Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Warnstreik am Berlin Brandenburg Airport (BER) aufgerufen. Die Protestaktion ist für Mittwoch, den 18. März, geplant und soll von 05:00 Uhr morgens bis Mitternacht dauern. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf RadioАrabella.
Nach Angaben der Gewerkschaft könnten sich rund 2000 Beschäftigte verschiedener Abteilungen des Flughafens an dem Streik beteiligen. Dabei handelt es sich um Personal, das für Sicherheit und den technischen Betrieb der Luftverkehrsdrehscheibe entscheidend ist.
Zu den möglichen Teilnehmern des Streiks gehören:
- die Flughafenfeuerwehr
- Mitarbeiter der Sicherheitskontrollen
- Beschäftigte der Verwaltung
- Personal für Patrouillen und operative Abläufe am Flughafen
Aufgrund der Beteiligung mehrerer zentraler Dienste könnte der Streik wichtige Abläufe am Flughafen erheblich beeinträchtigen – von Sicherheitskontrollen bis zur technischen Infrastruktur.
Fast 450 Flüge könnten von Verspätungen betroffen sein
Für den Streiktag sind am Flughafen rund 445 Starts und Landungen geplant. Die Flughafenbetreiber warnen Passagiere vor möglichen:
- Flugverspätungen
- Änderungen der Abflugzeiten
- teilweisen oder vollständigen Flugstreichungen
Fluggesellschaften könnten ihre Flugpläne kurzfristig anpassen, abhängig davon, wie viele Beschäftigte tatsächlich am Streik teilnehmen.
Passagieren wird empfohlen, den Status ihres Fluges im Voraus zu überprüfen und deutlich früher als üblich am Flughafen zu erscheinen.
Wie man während des Streiks zum Flughafen gelangen kann
Trotz der Arbeitsniederlegung am Flughafen könnte der Bahnverkehr teilweise weiterlaufen, da er von der Deutschen Bahn betrieben wird. Verantwortlich dafür ist das Unternehmen Deutsche Bahn.
Normalerweise verkehren zum BER folgende Bahnverbindungen:
- Airport Express (FEX) – direkte Verbindung vom Berliner Hauptbahnhof
- S-Bahn S9 – Verbindung aus Spandau über das Stadtzentrum
- S-Bahn S45 – Verbindung aus den südlichen Bezirken Berlins
- Regionalzüge RE7 und RB14 – aus Potsdam und anderen Städten Brandenburgs
Sollte es gleichzeitig zu Störungen im Nahverkehr kommen, könnten Reisende alternativ auf folgende Möglichkeiten ausweichen:
- Regionalzüge
- Fernverkehrszüge
- Taxis oder Carsharing-Dienste
- Shuttlebusse einzelner Fluggesellschaften
Reisende sollten jedoch zusätzliche Zeit für die Anreise einplanen.
Warnstreiks auch im öffentlichen Nahverkehr geplant
Die Gewerkschaft ver.di hat außerdem neue Warnstreiks (Warnstreik) im öffentlichen Nahverkehr angekündigt.
Am Donnerstag könnten der Stadt- und Regionalverkehr in mehreren Bundesländern beeinträchtigt sein:
- Bayern
- Saarland
- Brandenburg
- Nordrhein-Westfalen
- Hamburg
Darüber hinaus sind Protestaktionen auch in Hessen und Bremen möglich.
Bei diesen Aktionen handelt es sich um kurzfristige Warnstreiks, mit denen Gewerkschaften während laufender Tarifverhandlungen Druck auf Arbeitgeber ausüben.
Hintergrund des Konflikts: Streit um Lohnerhöhungen
Der Konflikt entstand im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen über neue Gehälter im öffentlichen Dienst und in kommunalen Betrieben.
Die Gewerkschaft fordert:
- eine Lohnerhöhung um 6 Prozent,
- oder mindestens 250 Euro mehr pro Monat.
Die Arbeitgeberseite bietet dagegen deutlich geringere Anpassungen an – etwa 1 Prozent Gehaltssteigerung pro Jahr in den kommenden Jahren.
Die Tarifgespräche dauern an, während die Gewerkschaft weitere Warnstreiks als mögliches Druckmittel nicht ausschließt.
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